Warum können nicht alle Filme im Star Wars – Universum spielen?!

Thilo hat mich da auf einen ganz famosen Trailer gestoßen, der eine Liebe zwischen Vertretern verschiedener Spezies thematisiert. Ein bisschen Brokeback Mountain im Weltall. Dieser Trailer ist nur ein Spaßtrailer – aber er bringt mich auf eine Frage, die mich schon seit Anbeginn der Zeit quält: Warum nur kann nicht jeder Film „Star Wars“ sein?

Längst nicht jeder stellt sich diese Frage. Für viele herrscht derzeit ein Overkill an star wars’schen Filmen: Erst Episode VII, dann Rogue One, dann Episode VIII, dann Han Solo – wo soll denn all das noch hinführen?! Dabei gibt es doch noch mehr Filme, die auf der Erde spielen und niemand beschwert sich!

Lasst mich erklären

Ich persönlich liebe einfach die Welt aus Star Wars. Die Legenden, Figuren, Völker und Spezies. Die Raumschlachten, Planeten, Lichtschwerter. Die Macht. Die Welt ist reich an Hintergründen, mystischer und märchenhafter als viele -aber natürlich nicht alle – anderen fiktiven Welten. Warum also nicht mehr Filme mit diesem Setting drehen? Und die müssen mit den Trilogien nicht mal etwas zu tun haben!

So viele Möglichkeiten!

Horror. Ja, Aspekte von „Last Jedi“ fand ich tatsächlich in Ansätzen horroresk. Und ich bin mir sicher, dass es irgendwo im Universum auch übernatürliche Erscheinungen gibt. Oder Figuren, die andere benutzen, foltern, in Angst und Schrecken versetzen. So viele der Settings laden geradezu dazu ein, Blut und Angst sprechen zu lassen! Ich träume von Filmen wie „Das Schweigen der Tauntauns“, „Tatooine Werewolf“ und das unaussprechliche „The Sixth Sith“!

RomCom. Er trifft sie, er trifft ihn und sie trift Wookie. Irrungen, Wirrungen und irgendwo im Hintergrund sieht man einen Trupp Sturmtruppler vorbei flanieren. Außerdem bekommt das Wort „Fernbeziehung“ eine ganz neue Bedeutung.

Drama. Kriegsfilme. Logisch. So viel Potential. Rogue One hätte so  ein Drama sein können, das mich fasziniert, es aber leider nicht geschafft. Aber auch abseits des Krieges haben Leute schon immer Dramen durchlitten. Nur dass man im Star Wars-Universum mehr Konflikte in Form von Rassismus, planetaren Verstrickungen und mehr hat.

Komödie. Das, was Spaceballs ist und „The Last Jedi“ fast geworden wäre. Dabei muss es nicht um Sci-Fi-Parodien gehen, sondern kann auch ganz profane Comedy einschließen.


Man könnte nun sagen: Aber warum überhaupt Star Wars? Die Antwort ist simpel: Warum nicht? Speziell Star Wars-Horror würde mich unglaublich reizen, da ich die Verbindung klar vor mir sehe, aber so noch nicht erfahren konnte. Star Wars ist eine Zutat, die man nutzen könnte. Plus: Man muss nicht alles gucken. Ich schaue mir auch nicht jeden Superheldenfilm an. Und ja: Auch Superheldenfilme dürfen sich auch gerne mal vom typischen Genre abkapseln!

Bis jetzt sind mir die Verfilmungen noch zu nah beieinander. Rogue One hatte wieder den Todesstern, hatte aber zumindest mehr Ansätze in Richtung erwachsender Dramatik als die Trilogien. Ich hoffe darauf, dass die anderen eigenständigen Verfilmungen abgenabelt werden. Natürlich werden mit Obi-Wan und Han Solo wieder bekannte Figuren auftauchen. Aber vielleicht wird ein Ausflug in komplett andere Genres gewagt. Star wars ist schließlich mehr als Science Fantasy/Märchen.

Das haben schon andere Medien im Bereich Star Wars gezeigt. Aber nun: Genießet den Trailer!

Studie zeigt, welche Spielegenres Frauen bevorzugen – und welche nicht

Laut einer ESA-Studie des vergangenen Jahres sind rund 40% der US-amerikanischen Gamer weiblich. Diese Prozentzahl schwankt die Jahre hinweg immer leicht, was natürlich der Zufälligkeit der Befragten geschuldet ist. Eine Kritik, die dabei immer wieder aufkommt, war folgende: Die ESA würde sich zu sehr auf die Casual Gamer fokussieren, auf Social Media Spiele und auf Gamer, die eigentlich „gar keine seien“. Nick Yee, Mitbegründer der Game Analytics Company Quantic Foundry, hat nun die Ergebnisse einer umfrage veröffentlicht, die „Core Gamer“ vielleicht eher befriedigen wird.

Seine Umfrage richtete sich an jene Core Gamer, an Leute, die auf solch ein Gaming Motivation Profile klicken würden. 270,000 von ihnen folgten dem Ruf und 18,5% von ihnen waren weiblich. Das nur als grundsätzliche Information.

Wie die Relation Männer/Frauen innerhalb der gesamten Gamerschaft aussieht, wird man wohl nur erraten können. Es handelte sich um eine größtenteils offene Umfrage, Titel konnten also benannt und nicht angeklickt werden. Diese vorliegende Studie nun zeigt den Prozentsatz der Spielerinnen innerhalb der einzelnen Genres auf.

Die Ergebnisse

Die von Frauen am meisten bespielten Genres sind demnach Match 3-Titel wie Candy Crush, sowie Family/Farm Simulationen, bei denen die weibliche Spielerschaft jeweils bei 69% liegt. Casual Puzzle Games sowie „atmosphärische Erkundungsspiele“, die gleich dahinter rangieren, schaffen es nur noch auf rund 40%. Weit abgeschlagen zeigen sich Rennspiele (6%), taktische Shooter (4%), sowie Sportspiele mit mageren 2% Frauenanteil. Die komplette Grafik kann man sich hier ansehen.

Dabei zeigen sich natürlich auch Unterschiede innerhalb der Genres: Obwohl 36% der High Fantasy MMORPG-Spieler weiblich sind, beträgt der Anteil der WoW-Spielerinnen nur 26%. Über dem jeweiligen Genreschnitt dagegen liegt SW:TOR (Sci-Fi MMORPG) sowie Dragon Age: Inquisition(46%) (Western RPG mit 26%).

Bemerkenswert ist zudem, dass Yee zufolge das Studio BioWare mehr Frauen anziehe, der Anteil weiblicher Spieler dort also signifikant höher läge.

Schlussfolgerung

Die Studie soll nicht kritisieren oder irgendeine Genderdebatte entflammen, sondern Ansatzpunkte für Studios aufzeigen, ihre Spieler für das weibliche Publikum attraktiver zu gestalten. Was machen andere Designer anders? Immerhin scheint es nicht am Genre selbst zu liegen, da die Variationen innerhalb der Genres auch mal größer sind als genreübergreifend.

Hier kann man diskutieren, was die Faktoren sind, die Frauen zu diesen Spielen zieht. Der Wettkampfgedanke, der bei vielen Titeln zu hoch ist und mehr männliche Spieler motiviert oder die story- und charakterbasierten Kampagnen in Titeln wie Dragon Age:Inquisition? Vielleicht auch, dass bei Sportspielen fast ausschließlich männliche Teams oder Sportler gewählt werden können? Ähnliches scheint auch für Shooter zu gelten: Overwatch ist bei Frauen beliebter als etwa Battlefield.

Ich persönlich finde solche Studien schlichtweg interessant und es ist für Spieleschmieden und Gamer sicherlich etwas, das sich anzusehen lohnt.

Könnt ihr euch mit den Ergebnissen der Studie identifizieren?

Hier ist der Link zur Studie