5 Fantasy Romantasy

5 romantische Fantasy-Romane, die auch das härteste Herz erweichen können

Romance: Das Genre, in dem sich die holde Maid schmachtend in die Arme des barbusigen Helden schmiegt und Schlachten und Schmachten die rosige Essenz bilden. Ob diese Romanze nun den ganzen Plot einnimmt oder nur einzelne Passagen ist unerheblich, denn was Liebe beinhaltet, kann nur einseitiges Autorenhandwerk bedeuten! Außerdem ist es Frauenkram und als solcher – Halt, stop, jetzt reden die Bücher!

Also, gut, eigentlich rede ich hier. Vielleicht werden die Bücher in einem zukünftigen Artikel für sich sprechen. Hier nun möchte ich euch derer 5 Romane phantastischer Autorinnen (Wie? Da ist auch ein männlicher Autor dabei?! Naja, der ist mitgemeint.) vorstellen, die definitiv lesenswert sind. Obwohl sie – Oh Schreck! – Liebesgeschichten beinhalten. (Zum Thema „Frauenkram ist generell kacke“ an anderer Stelle.)

Lynn Flewelling – „Die Schattengilde“

Als der junge Jäger Alec zwar ungerechtfertigt, dafür jedoch umso vehementer in den Kerker geworfen wird, wähnt er sein Schicksal schon besiegelt. Zum Glück für ihn wird nur wenig später ein Gaukler zu ihm in die Zelle geworfen, der sich als letzte Rettung entpuppt. Doch nicht nur das: Er ist weitaus mehr als nur ein Geck und selbst ihn nur Spion, Schurke oder Dieb zu nennen wäre der Beschreibung zu wenig. Dieser Mann vieler Gesichter nimmt Alec erst als Schützling, dann als Schüler und später auch als Liebhaber auf. Das ganze natürlich während sich um die beiden ein komplizierter politischer Sturm zusammenbraut, den es auch noch irgendwie abzuwehren gilt.

Die Romanze innerhalb dieser Reihe nimmt zwar zunächst nur einen kleinen Teil ein, dafür wird sie jedoch umso feinfühliger gewebt. Die Gefühle entwickeln sich langsam, authentisch. Obwohl für den größtenteils in den Wäldern aufgewachsenen Alec die Liebe zwischen zwei Männern Neuland ist, ist sie innerhalb der Gesellschaft doch als gleichwertige Beziehungs- und Erotikform akzeptiert. Das ist gerade zu der Zeit Ende der 90er, in der die Bücher geschrieben wurden, erfrischend.

William Goldman – „Die Brautprinzessin“

Ähnlich wie das nicht minder empfehlenswerte Erwachsenen-Märchen „Der Sternenwanderer“ von Neil Gaiman ist auch Goldmans Brautprinzessin den meisten eher durch die Verfilmung bekannt. Im Zentrum steht der Stalljunge Westley, der sich in die schöne Butterblume verliebt und auszieht, um ihr zu bestmöglichem Leben zu verhelfen. Zurück kommt er allerdings nicht, scheinbar dahingerafft von dem bitterlichen Piraten Roberts. Während Butterblume eines schnöden Tages anderweitig verheiratet werden soll, stürmt ein ominöser, schwarzgekleideter Scherge aufs Spielfeld – und der Kampf um die wahre Liebe kann beginnen.

Eingebettet in einen Plot, in dem ein Großvater seinem Enkel das eigentliche Märchen vorliest, zeigt sich Die Brautprinzessin unheimlich unterhaltsam. Mit Ironie gespickt, fühlt der Leser sowohl Herz, als auch Schmerz und fiebert richtiggehend mit. Es ist eine Geschichte voller überraschender Wendungen und einer Liebe, die so herrlich süß ist, dass man seine Wohnung spontan rosa streichen möchte. Und das im allerbesten Sinne. Selten habe ich so sehr über die „wahre Liebe“ fabuliert bekommen wie in dieser Geschichte, ohne davon Karies zu kriegen. Chapeau!

Colette Moody – „The Sublime and Spirited Voyage of Original Sin“

Wer des Englischen mächtig ist und zu einem aufregenden Piratenabenteuer mit nur latent historischem Einschlag greifen möchte, dem sei dieses Werk von Colette Moody ans Herz gelegt. Hier schreiben wir das Jahr 1702 und Piratentochter Gayle Malvern übernimmt nach einer Verletzung ihres Vaters dessen Schiff, die Original Sin. Um die Verwundeten des vorangegangenen Kampfes zu versorgen, klaut sie einer Stadt kurzerhand ihren Arzt. Ungünstg nur, dass sie nicht den Arzt, sondern stattdessen seine Frau, die Näherin Celia erwischt. Oder sagen wir besser: Zum Glück, denn zwischen Gayle und Celia entspinnt sich mehr als nur ein Kidnap-Verhältnis.

Nein, historisch korrekt geht es hierbei nicht zu. Das Piratensetting ist derart stark romantisiert, dass man sich der Mannschaft nur zu gerne selber anschließen möchte. Ein Abenteuer jagt das nächste, Säbelduelle sind fast an der Tagesordnung und über allem weht die frische, salzige Brise piratesker Unterhaltung. Ineinander finden Gayle und Celia nicht nur Liebe, sondern auch Hoffnung, ihre Romanze ist frisch, nur dezent tragisch und auf alle Fälle sehr unterhaltend. Hier werfen sich die Frauen nicht starken Männern an die Brust, sondern starken Frauen.

Maria V. Snyder – „Die Yelena-Reihe“

Yelena hat Glück im Unglück: Kurz vor ihrer Hinrichtung nimmt sie das Angebot an, Vorkosterin des Kommandanten von Ixia zu werden und gegebenenfalls für ihn zu sterben. Doch damit nicht genug: Sicherheitschef Valek will ganz sicher gehen und mischt ihr daher Schmetterlingsstaub in jedes Essen. Und der wird sie vergiften, wenn sie nicht täglich das Gegenmittel von ihm erhält. Eine Flucht scheint daher aussichtslos und das, wo sie bald fliehen muss – denn sie beginnt, Magie zu entwickeln. Und die ist, natürlich, verboten. Dass sie sich ausgerechnet in Valek verliebt, ist in dieser Liste an Romance-Büchern obligatorisch und Stoff für schön tragische Subplots.

„1.000 Ways To Die“ könnte der Alternativtitel lauten, da sich die Protagonistin stets ihrem baldigen Ende entgegen zu neigen scheint. Die Geschichte ist rund, spannend und birgt so manchen Wendepunkt. Eine gute Basis für die Liebesgeschichte, die sich im ersten Band beginnt, zu entfalten. Natürlich handelt es sich bei den beiden Turteltäubchen jeweils um verkappte Mary Sues. Das sollte man verzeihen können, sonst ist der Griff zu diesen Büchern nervenaufreibend. Valek ist ein Mary-Stu wie er im Buche steht: Herausragend gut aussehend, der vielleicht beste Kämpfer weit und breit und hach, was hat er doch für tolle Äuglein. Ihr merkt es schon: Yelena ist eher etwas für die männerliebende Leserschaft. Schmacht. Wenn man sich darauf einlassen kann ist es eine verdammt gute Wahl in Sachen Romantasy!

Lynn Raven – „Der Kuss des Kjer“

Heilerin Lijanas wird von Mordan, Kriegsherr der ebenso behaarten wie brutalen Kjer, entführt und denkt folgerichtig nur noch an die Flucht. Zumindest die ersten Tage und Wochen lang. Dann nämlich beginnt sie zu ahnen, dass unter dem harten Kern Mordans ein weicher, verletzlicher Kern steckt, der im scharfen Kontrast zu seinen Taten zu stehen scheint. Mehr und mehr fühlt sie sich zu ihm hingezogen und schafft es, tiefer zu blicken. Das klingt kitschig und erfüllt auf den ersten Blick gleich mehrere, altbackene und zum Teil problematische Tropes – was mich hadern ließ, diesen Roman hier aufzuführen. Dem Thema werde ich uU. noch einen eigenen Artikel widmen müssen. Aber die Beziehung klingt toxischer als sie tatsächlich ist.

Autorin Raven schafft es, sich geschickt zwischen aufkeimender Liebesbande, schnurrendem Bestien-Klischee und dem tatsächlich noch vorhandenem Plot entlangzuhangeln und einen in die Geschichte hineinzusaugen. Die Beziehung zwischen den beiden Protagonist*innen wird nachvollziehbar aufgebaut und präsentiert sich fern des Stockholm-Syndroms. Zudem ist der tatsächliche Romantikanteil angenehm dezent. Gewürzt wird die Romanze durch zwei rivalisierende Völker, ein kriegerischer Zwist und einen Antagonisten, dessen menschliche Abgründe zur Abwechslung einmal mehr das Individuum, denn die ganze Welt betreffen.

TW: Rape (eines Mannes)


Header: unsplash-logoSharon McCutcheon
Fantasy Romane mit schwarzen POC Protagonisten

5 empfehlenswerte Phantastik-Romane mit schwarzen Protagonist*innen

Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, wie „weiß“ die literarische Landschaft der Phantastik ist? Nicht nur auf den Covern prangen vorrangig Menschen weißer Hautfarbe, auch innerhalb der Geschichten selbst findet man wesentlich mehr weiße Figuren als solche mit dunklem Teint. Das ist natürlich nicht rassistisch – aber zumindest schade.

In Fantasywelten kann man als Autor Völker jeglicher Couleur erstellen, in der Science Fiction ganze Planeten mit völlig neuen Rassen kreieren. Dennoch greifen die meisten weißen Autoren dabei auf Protagonisten zurück, die der „eigenen Masse“ entsprechen. Das geschieht vermutlich aus Gewohnheit und den festgefahrenen Ideen. Helden strahlen hell, während viele garstigen Völker dunkel vor sich hin stieren.

Und selbst wenn eine Hauptfigur mal nicht weiß ist, so stellt man sie sich oft als genau das vor. Verfilmungen wie Starship Troopers treiben es auf die Spitze, indem sie den Protagonisten „weißwaschen“. Auch Neil Gaiman musste für einen Schauspieler mit nicht-weißem Hintergrund für die Serienadaption „American Gods“ kämpfen.

Hier habe ich fünf Beispiele für schwarze Protagonisten in der Phantastik-Literatur zusammengesucht, die ich euch gerne empfehle. Gerne dürft ihr in den Kommentaren weitere Romane ergänzen!

Octavia E. Butler, Fledgling
Fledgling Octavia E. Butler

Autor: Octavia E. Butler Verlag: Grand Central Publishing | Umfang: 320 Seiten | Sprache: Englisch | Bestellen

Shori wacht ohne Erinnerungen und schwer verletzt in einer Höhle auf. Es dauert, bis sie herausfindet, wer und vor allem was sie ist: Eine Art Vampir, der jedoch durch Experimente aufpoliert wurde. Die Sonne etwa verbrennt zwar ihre Haut, ist jedoch nicht sofort tödlich. Auch ein Grund, weshalb sie schneller Anschluss an einen Fremden findet, von dem sie nicht nur die dringend nötige Nähe und Gesellschaft, sondern auch Blut erhält. Es wird zu einer Mensch-Vampir-Symbiose, die in dieser Welt gar nicht mal so unüblich ist.

Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach der eigenen Identität und den Mördern ihrer Eltern. Steine werden ihr dadurch sowohl von den Menschen, als auch den Vertretern ihrer eigenen Art in den Weg gelegt. Denn irgendwer hat etwas gegen Shori und diejenigen, die so verbessert wurden wie sie.

Butler schrieb eine Geschichte, die zu ihrer Zeit nicht nur ein neues Licht auf das Vampirgenre warf, sondern auch kritische Themen wie Rassismus, kulturelle Diskrepanzen und moralische Fragen bespricht. Selten wird der Leser belehrt, sondern vielmehr zum Nachdenken angeregt. Etwas, das ich bei vielen Fantasyromanen vermisse und dann ausgerechnet hier bei den Vampiren finde.

Shori. Eine eigenständige, interessante Persönlichkeit mit Biss.

Genre: Drama, Romanze | Anspruch: ♠♠♠♠ | Gefühl: ♠♠♠♠ | Gewalt: ♠♠♠ | Humor: ♠


Nnedi Okorafor, „Wer fürchtet den Tod“

Wer fürchtet den Tod Nnedi Okorafor

Autor: Nnedi Okorafor Verlag: Cross Cult | Umfang: 480 Seiten | Sprache: Englisch, Deutsch | Bestellen

Das post-apokalyptische Afrika. Die hellhäutigen Nuru  unterdrücken gewaltsam die dunkelhäutigen Okeke. Aus manchen Angriffen der Nuru auf die Okeke entstehen Kinder aus Vergewaltigungen: Die Ewu. Ihnen wird ein Hang zur Gewalt nachgesagt, wurden sie doch im Hass gezeugt. Die junge Frau Onyesonwu ist solch eine Ewu, die gemeinsam mit ihrer Mutter in einer kleinen Ortschaft inmitten der Wüste Zuflucht findet – und dort feststellt, dass sie magisch begabt ist.

Hier wird keine schöne Welt beschrieben, sondern eine, auf deren Ascheboden der Hass gedeiht. Wut ist auch das, was Onyesonwu antreibt, denn sie geht auf die Reise, um ihren Vater und Vergewaltiger ihrer Mutter zu finden und zu bestrafen.

Die Autorin bedient sich dabei einer kraftvollen Sprache, die Raum für Fantasie und Nährboden für eine Legende bietet. Brutal, unangenehm und mit viel Wut im Bauch – es ist kein Roman, den man gemütlich in der Badewanne lesen möchte und dennoch zu begeistern weiß.

Onyesonwu. Ihr Name bedeutet auf Deutsch „Wer fürchtet den Tod“. Sie eher nicht.

Genre: Endzeit | Anspruch: ♠♠♠♠ | Gefühl: ♠♠♠ | Gewalt: ♠♠♠♠ | Humor: ♠


Ursula K. Le Guin, „Erdsee“

Ursula K. Le Guin Erdsee

Autor: Ursula K. Le Guin Verlag: Piper | Umfang: 196 Seiten | Sprache: Englisch, Deutsch | Bestellen

Der junge Duny – oder später Ged – ist eigentlich nur der Sohn eines Bronzeschmieds – doch in ihm ist längst Magie herangereift, die ihn zu einer berühmten Zauberschule treibt. Dort übt er sich nicht nur in profaner Magie, sondern auch in gefährlicheren Formen. Als er eines Tages unabsichtlich einen Dämon beschwört, droht die Welt, aus den Fugen zu geraten. Schafft es es, vom Gejagten zum Jäger zu werden?

Die Werke Le Guins gelten nicht umsonst als eine der wichtigsten Fantasy-Epen: Ihre Erzählweise ist fesselnd, die Welt, die sie auch hier kreiert, fantasievoll und authentisch.

In der Miniserie wird Ged von einem weißen Schauspieler verkörpert, dabei hat sich Le Guin in Interviews stets für die Diversität ihrer Figuren ausgesprochen. Tatsächlich ist Ged nur einer von vielen Figuren, die nicht dem weißen Phänotyp entsprechen.

Ged. Schnell von sich selbst überzeugt, stellt er bald heraus, dass er Demut üben muss.

Genre: Fantasy | Anspruch: ♠♠♠ | Gefühl: ♠♠♠ | Gewalt: ♠♠ | Humor: ♠♠♠


Mat Johnson, „Pym“

Pym Mat Johnson

Autor: Mat Johnson Verlag: Spiegel & Grau | Umfang: 384 Seiten | Sprache: Englisch | Bestellen

Der afroamerikanische Literatur-Professor Chris Jaynes ist fasziniert von dem einzigen Roman Edgar Allan Poes „Die Erzählung des Arthur Gordon Pym aus Nantucket“ [Der auch tatsächlich existiert] und begibt sich auf dessen Spuren in die Antarktis. Dort, so Poe, soll es das horroreske Land des vollkommenen Schwarz geben – inklusiver schwarzer Menschen mit schwarzen Zähnen. Jaynes rekrutiert eine Crew aus ausnahmslos schwarzen Menschen und startet in ein unglaubliches Abenteuer.

Die zusammengewürfelte Crew ist fast ebenso grotesk wie einige der Szenen, die Jaynes tief in die Abgründe und Mysterien Amerikas und Poes Geschichte führen. Gespickt mit beissendem Humor, treffender Gesellschaftskritik, triefender Satire und einer gewissen „Oddness“ ist Pym sicherlich nicht für jeden etwas – doch es ist definitiv ein Roman, den man gelesen haben sollte, denn viele solcher Art gibt es nicht.

Chris Jaynes. Ein Professor, der sich für Diversität einsetzt und an der Universität an gewisse Grenzen stößt.

Genre: Satire, Fantasy | Anspruch: ♠♠♠♠ | Gefühl: ♠♠♠ | Gewalt: ♠♠ | Humor: ♠♠♠♠♠


Nisi Shawl, „Everfair“

Nisi Shawl Everfair

Autor: Nisi Shawl Verlag: Tor Books | Umfang: 384 Seiten | Sprache: Englisch | Bestellen

Was wäre geschehen, wenn der Kongo Dampftechnologie entwickelt hätte, als Ende des 19. Jahrhunderts Belgiens König Leopold II das Land an sich reissen wollte? Vielleicht Everfair, der im gleichnamigen Roman durch das tapfere Eingreifen von Idealisten entstandene Staat. Eine von Steampunk durchtränkte Utopie, die noch immer mit gesellschaftlichen Konflikten und politischen Zwisten zu kämpfen hat und deren Protagonisten so vielfältig sind wie das Leben selbst.

Durch die Augen vieler Protagonisten zeichnet Shawl eine vielschichtige Welt mit den Problemen auch unserer Zeit wie Rassismus und Vorurteilen gegenüber anderen sexuellen Orientierungen, aber auch den Problemen, die Kolonialisierungen mit sich bringen. Dabei bleibt sie unterhaltsam und fantasievoll, kreiert ein Setting, das man in dieser Form selten zu Gesicht bekommt.

Genre: Steampunk | Anspruch: ♠♠♠♠ | Gefühl: ♠♠♠ | Gewalt: ♠♠ | Humor: ♠♠


Header:Oladimeji Odunsi

Opfermond Elea Brandt Rezension

Dreckiger Fantasy-Thriller mit Gewaltanteilen: Opfermond

Autorin: Elea Brandt VerlagMantikore-Verlag | Format: 437 Seiten, SC | Bestellen

Für die beiden Protagonisten ist ausgerechnet ein Gevatter allzu häufiger Gast: Der Tod. Während ihm die Hure Idra meist auf dreckiger Straße als passiver Beobachter begegnet, reicht ihm der Assassine Varek höchstselbst die Hand. Ein Auftrag führt ihn nun jedoch auf die andere Seite: Er muss einen Mord aufklären. Dabei dringt er tief in die Geheimnisse der Stadt des Blutigen Gottes ein – und die sind eng mit einem düsteren Kult verwoben.

[Ein Interview mit Elea Brandt über ihren Roman und das Drumherum findet ihr hier]

Sex, Drugs & Rock’n’Death

In Opfermond darf „Eindringen“ wörtlich aufgefasst werden. Elea Brandt beschreibt ihre kreierte Welt wie sie ist: Direkt, blutig, von Sex gesprenkelt. Die große Kunst dabei ist, dass nichts gekünstelt wirkt. Die Sexszenen scheinen nicht zu existieren, um irgendjemanden scharf zu machen, sondern weil die Szene oder die Figur sie erfordern. Es ist genauso wenig pornographisch wie die Gewalt aufgesetzt. Dieses Natürliche ist etwas, das mir bei fast allen anderen Fantasyromanen [die ich gelesen habe] fehlt. Die Welt wirkt dadurch real, die Figuren plausibel und vielschichtig. Nicht die Lust an Sex und Brutalität steht im Fokus, sondern die Maschinerie und Geschichten dahinter.

Es bildet die Basis für die Figuren, die sich mal mehr, mal weniger gut durch die Welt bewegen. Wir verfolgen zwei Protagonisten, die sehr unterschiedlich sind und sich inmitten der korrupten Stadt doch in einem einen: Ihre Moral. Die ist nicht immer mit der unseren vergleichbar, doch stets plausibel und in sich schlüssig. Auch wenn Varek ein Auftragsmörder ist, so hat er doch Skrupel, einen Zwist, der ihn von innen aufzufressen droht. Und das auf eine in dem Genre typischen weniger sexy-dramatische, als auf interessante Art und Weise.

Opfermond Zitat

Zu dem Genannten würde keine blumige Wortwahl passen. Folgerichtig greifen viele Figuren auf harte Worte zurück. „Scheiße“, „Ficken“ und das obligatorische „Schwanz“ darf da natürlich nicht fehlen, auch nicht im eigentlichen Fließtext. Das passt allerdings alles wunderbar zu der jeweiligen Figur.

Ein größtenteils dichter Plot

Der Sog in die Stadt bleibt über weite Strecken bestehen. Man fragt sich, was hinter dem Mord und der aufkeimenden Krankheit steckt, wer Freund und wer Feind ist. Vieles bleibt dabei lange im Nebel, gerade dicht genug, um den nächsten Schritt nur erahnen zu können. Die Zutaten wie ein blutiger Kult, zwielichtige Würdenträger, Rauschkraut und Sterbende, aus deren Augen Blut tropft fügen sich zu einem spannenden Ganzen zusammen. Über die Kapitel hinweg werden langsam lose Fäden verknüpft und Personen bekommen durch gewonnene Hinweise interessante Aspekte hinzu.

Die Suche nach dem Mörder funktioniert bei Opfermond dann am besten, wenn ganz nah an die Figuren herangezoomt wird und man neue Gegenden der Stadt betritt, die einen durch die Beschreibungen in ihren Bann nehmen. Allerdings zieht sich das Indiziensammeln durch Varek im ersten Drittel. Er reagiert, statt zu agieren und das tut dem Plot nicht unbedingt gut. Von Person zu Person gelenkt, mangelt es dort an Spannung.

Diese Personen – größtenteils Familie, Liebhaber und andere Bekannte des Ermordeten – sind im Gesamten interessante und voll wirkende Persönlichkeiten. Selbst wer nicht noch häufiger im Roman auftauchen wird, erhält eine fundierte Beschreibung und agiert wie eine Person und nicht wie ein Baustein des Plots. Nur bei einem Aspekt kam ich ins Grübeln: Die Frauen erscheinen zu Beginn entweder als berechnende Verführerinnen oder als dreckige, einfach gestrickte Huren. Zum Glück ist es kein Eindruck, der sich über den gesamten Roman halten kann, was auch dezent langweilig wäre.

Ein Highlight?

Mein persönlicher Eindruck: Ich bin eine furchtbare kritische Leserin und breche sicher 90% der Bücher ab, die ich lese. Opfermond allerdings hat mich grundsätzlich überzeugt. Die Beschreibungen lassen sofort atmosphärische Bilder entstehen und die Figuren sind angenehm grau, ohne dass ihre Graustufen nur Mittel zum Zweck sind. Man merkt, dass die Autorin jahrelange Rollenspielerin ist.

Und daher kann ich schlichtweg nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen.


Story:               
Schreibstil:      
Atmosphäre:   
Figuren:            
Phoenixfaktor

Autorin: Elea Brandt VerlagMantikore-Verlag | Format: 437 Seiten, SC | Bestellen

Last Jedi Kritiker Star Wars

The Last Jedi: Warum mich deine Kritik an der Kritik stört

Ja, Star Wars: The Last Jedi ist schon „alt“, wenn man nach Internetzeitrechnung geht. Dennoch reissen die Diskussionen nicht ab. Dabei stört mich nicht, dass diskutiert wird – sondern wie diskutiert wird. Diesen Text schreibe ich bewusst, um ihn all jenen um die Ohren zu knallen, die mir oder anderen immer noch immer wieder mit dem allgemeingültig scheinenden „Du magst ihn nur nicht weil… du ihn nicht verstehst/du doof/ein Fangirl bist[/Vereinfachung].“ kommen. Jüngstes Beispiel: Ludwig Jovanovic auf RP Online.

Es ist längst Usus geworden, sich aufgrund seiner Meinung über Popkulturelles zu duellieren. Seine eigene Meinung ist stets die einzig wahre, die kluge, die beste. Und die Meinung der anderen? Schrott! SCHEISSE! Hat er denn gar nichts verstanden?! Dann heißt es „AHA! Du findest den Film zu witzig? Du gehst wohl eh zum Lachen in den Keller! Und dass Han Solo schon immer witzig war hast du auch nie gerafft, oder?“

„Du gehst doch zum Lachen in den Keller!“

Doch. Doch, ich habe es gerafft. Han Solo war immer lustig, ich habe schon immer herzhaft bei Star Wars gelacht. Mal, weil ich es wirklich lustig fand und mal, weil es einfach absurd war – und wieder andere Male, wenn es jemand parodiert. Es gibt nicht „den“ Humor. Es gibt albernen, klugen, ironischen, infantilen und Fäkalhumor. Und nein: Ich bevorzuge nicht den klugen Humor. Ich mag sie nämlich alle. Ok. Bis auf den Fäkalhumor. Den darf nur Fäkalini. Habe ich Star Wars also einfach nicht verstanden, wenn ich sage, dass ich ihn zu albern fand? Nein. Ich fand ihn schlichtweg nicht gut. Muss ich jeden Witz gut finden? Auch nicht. Aber ich darf verdammt nochmal sagen, dass ich den bestimmten Humor dieses einen Filmen nicht so passend finde. Für mich. Für diesen Plot. Wäre es ein anderer Star Wars Film mit einem anderen Plot: Von mir aus. Gerne. Ich liebe Space Balls und kann mir auch eine Komödie im star wars’schen Kanon sehr gut vorstellen.

Es spielt keine Rolle, dass es „Star Wars“ ist. Der Film ist nicht zu albern, weil es „holy fucking Star Wars“ ist – sondern weil er mir persönlich in diesem Plot nicht schmeckt. Für mich – und ich rede hier übrigens ausschließlich nur von mir – hat der meines Erachtens nach alberne Humor den Ernst vieler anderer Szenen zerstört. Wäre es feiner Humor gewesen, wäre es für mich ok gewesen.

Der Knackpunkt ist der: Ich gucke einen Film. Du guckst einen Film. Aber wir werden immer nur den selben, und nie den gleichen Film sehen. Mein Verständnis für guten Humor muss nicht der deine sein. Und das ist okay. Ich sage doch auch nicht „Haha, wenn du den Humor von Last Jedi gut findest bist du wohl ein albernes Kiddie, hihi.“ Wenn du ihn passend zum Film findest: Perfekt! Dann hast du mehr Spaß am Film! Super! Und das meine ich völlig ohne Ironie. Jeder erlebt Filme nunmal anders.

Wie man es dreht …

Und darauf lässt sich die meiste Kritik an der Kritik niederbrechen: „Man findet es kacke, weil man den Sinn und Zweck dahinter nicht versteht.“ Weil man angeblich nicht gemerkt hat, dass die Casinoszene die Graustufen des Universums hervorheben und eine Kapitalismuskritik sein soll. Weil „sein“ Star Wars zerstört wurde. Weil man ein „Crying Fanboy“ ist, der früher geweint hat, weil The Force Awakens zu nah an Episode IV sei und der heute weint, weil Last Jedi zu weit davon entfernt ist.

Zum einen: Ich bezweifle, dass alle, die Episode VIII nun kritisieren, Episode VII aus gegensätzlichen Gründen ebenfalls kacke finden. Es passt vielleicht nicht in das Weltbild, aber: Das können völlig unterschiedliche Personengruppen und Menschen sein. Holy shit! Ich beispielsweise finde Episode VII großartig! Aber nicht, weil sie in vielerlei Hinsicht eine Kopie von IV ist. Sondern weil ich schlichtweg Spaß im Kino hatte, ich den Spannungsbogen, die Figuren und den Humor mag.

Das Problem der „Kritiker der Kritiker“ ist, dass sie nicht wahrhaben wollen, dass man den Film „einfach so“ nicht gut finden kann. Die Gründe müssen nicht an Star Wars selbst liegen – sondern am Plot, den Figuren oder einem beliebigen anderen Faktor. Nicht ich nehme Star Wars zu ernst – sondern ihr. Ihr, die die Kritik am Film mit Unwissenheit oder Arroganz erklärt. Ihr, die alles daran festmachen wollt, dass es Star Wars ist.

Mir ist es egal, ob es Star Wars ist! Es hätte auch ein völlig neues Franchise sein können und mir wären die Schwachstellen im Plot, die Logik- und Anschlussfehler und der Humor trotzdem negativ aufgefallen! Man muss keine fadenscheinige Gründe suchen, um das Nichtgefallen zu erklären. Man muss nicht behaupten, dass der Gegenüber einfach nichts verstanden hat. Man kann auch einfach mal mit den Schultern zucken und sagen: „Ok. Du findest den Film nicht gut. Passt. Aber hey, lass uns trotzdem mal über Punkt XY diskutieren!“

Natürlich können wir alle erklären, warum wir dieses oder jenes gut oder schlecht finden. Wir können über alles diskutieren. Aber nicht unterstellen. Und das ist das, was mich, Verzeihung, ankotzt. Dass die Meinungen, gerade jetzt bei Last Jedi, nicht toleriert werden. Sondern dass sie diffamiert, für nichtig, für dumm erklärt werden. Egal, von welcher Seite wir sprechen. Nicht nur die Kritiker-Kritiker sind da ätzend. Die Kritiker sind es auch. „Aha! Du findest ihn also gut, ja? Tja, du hast Star Wars wohl nie geliebt / hast keine Ahnung / bist ein Kiddie.“ Ihr nehmt euch da nicht viel.

Seht es einfach ein, dass man den Film auch aus filmwissenschaftlichen Gründen sowohl gut, als auch schlecht finden kann. Dass man ihn lieben und auch hassen kann. Oder dass man ihn, wie ich, einfach nur okay findet.

Shocking.

Warum können nicht alle Filme im Star Wars – Universum spielen?!

Thilo hat mich da auf einen ganz famosen Trailer gestoßen, der eine Liebe zwischen Vertretern verschiedener Spezies thematisiert. Ein bisschen Brokeback Mountain im Weltall. Dieser Trailer ist nur ein Spaßtrailer -- aber er bringt mich auf eine Frage, die mich schon seit Anbeginn der Zeit quält: Warum nur kann nicht jeder Film „Star Wars“ sein?

Längst nicht jeder stellt sich diese Frage. Für viele herrscht derzeit ein Overkill an star wars’schen Filmen: Erst Episode VII, dann Rogue One, dann Episode VIII, dann Han Solo -- wo soll denn all das noch hinführen?! Dabei gibt es doch noch mehr Filme, die auf der Erde spielen und niemand beschwert sich!

Lasst mich erklären

Ich persönlich liebe einfach die Welt aus Star Wars. Die Legenden, Figuren, Völker und Spezies. Die Raumschlachten, Planeten, Lichtschwerter. Die Macht. Die Welt ist reich an Hintergründen, mystischer und märchenhafter als viele -aber natürlich nicht alle -- anderen fiktiven Welten. Warum also nicht mehr Filme mit diesem Setting drehen? Und die müssen mit den Trilogien nicht mal etwas zu tun haben!

So viele Möglichkeiten!

Horror. Ja, Aspekte von „Last Jedi“ fand ich tatsächlich in Ansätzen horroresk. Und ich bin mir sicher, dass es irgendwo im Universum auch übernatürliche Erscheinungen gibt. Oder Figuren, die andere benutzen, foltern, in Angst und Schrecken versetzen. So viele der Settings laden geradezu dazu ein, Blut und Angst sprechen zu lassen! Ich träume von Filmen wie „Das Schweigen der Tauntauns“, „Tatooine Werewolf“ und das unaussprechliche „The Sixth Sith“!

RomCom. Er trifft sie, er trifft ihn und sie trift Wookie. Irrungen, Wirrungen und irgendwo im Hintergrund sieht man einen Trupp Sturmtruppler vorbei flanieren. Außerdem bekommt das Wort „Fernbeziehung“ eine ganz neue Bedeutung.

Drama. Kriegsfilme. Logisch. So viel Potential. Rogue One hätte so  ein Drama sein können, das mich fasziniert, es aber leider nicht geschafft. Aber auch abseits des Krieges haben Leute schon immer Dramen durchlitten. Nur dass man im Star Wars-Universum mehr Konflikte in Form von Rassismus, planetaren Verstrickungen und mehr hat.

Komödie. Das, was Spaceballs ist und „The Last Jedi“ fast geworden wäre. Dabei muss es nicht um Sci-Fi-Parodien gehen, sondern kann auch ganz profane Comedy einschließen.


Man könnte nun sagen: Aber warum überhaupt Star Wars? Die Antwort ist simpel: Warum nicht? Speziell Star Wars-Horror würde mich unglaublich reizen, da ich die Verbindung klar vor mir sehe, aber so noch nicht erfahren konnte. Star Wars ist eine Zutat, die man nutzen könnte. Plus: Man muss nicht alles gucken. Ich schaue mir auch nicht jeden Superheldenfilm an. Und ja: Auch Superheldenfilme dürfen sich auch gerne mal vom typischen Genre abkapseln!

Bis jetzt sind mir die Verfilmungen noch zu nah beieinander. Rogue One hatte wieder den Todesstern, hatte aber zumindest mehr Ansätze in Richtung erwachsender Dramatik als die Trilogien. Ich hoffe darauf, dass die anderen eigenständigen Verfilmungen abgenabelt werden. Natürlich werden mit Obi-Wan und Han Solo wieder bekannte Figuren auftauchen. Aber vielleicht wird ein Ausflug in komplett andere Genres gewagt. Star wars ist schließlich mehr als Science Fantasy/Märchen.

Das haben schon andere Medien im Bereich Star Wars gezeigt. Aber nun: Genießet den Trailer!

Star Wars Episode 8: Die letzten Jedi. Eine kleine Kritik ganz ohne Spoiler

Star Wars: Episode 8 -- Die letzten Jedi ist einer jener Filme, auf die sich erwachsene Menschen wochen- wenn nicht gar monatelang vorher wie kleine Kinder freuen. Die Erwartungshaltung vorab ist riesig -- konnte der Film dem gerecht werden?

In Kurzform: Ja und nein. „Die letzten Jedi“ hat durchaus gute, sogar herausragende Momente, aber auch Aspekte, die ich als unpassend empfinde. Dem möchte ich hier damit gerecht werden, indem ich die Filmkritik in vier gute und vier weniger gelungene Punkte aufteile -- außerdem habe ich mich an Fließtexten sattgesehen und finde kommentierte Aufzählungen angenehmer. Period.

Die guten Seiten der Macht

  • Die Bilder. Egal, wo in der Galaxis man sich befindet: Alles sieht passend aus. Ob die Ästhetik nun in der Schönheit der Flora oder Fauna liegt oder in der schwelenden Asche ist dabei unerheblich. Gekonnt wird visuell eine andere Welt erschaffen, eine, die man fast glaubt, spüren zu können so eindrucksvoll ist sie in Szene gesetzt. Ein Künstler war am Werk, mit dessen Bildern ich mir am liebsten die Wände tapezieren möchte. Die Bildkomposition ist herrlich und trägt massiv zu den Gänsehaut-Momenten bei, zieht sich durch die fantastisch choreografierten Kämpfe bis in den letzten Winkel der hintersten Höhle. Es ist der meiner Meinung nach schönste, künstlerischste Star Wars-Film.
  • Die Twists. Gerade wenn man ahnt, wohin die Reise geht, kommt es doch wieder anders als man denkt. Das beginnt bei kleineren Scharmützeln und hört bei tiefer gehender Charakterentwicklung auf. Das ist raffiniert gemacht und zeigt den Mut, der aufgebracht wurde, neue Wege zu bestreiten.
  • Luke Skywalker. Luke von Episode VIII ist tatsächlich mein Lieblings-Luke. Er ist vielschichtig und grau, zynisch, aber doch noch mit dem jungenhaften Schalk im Nacken. Hier scheint viel von Mark Hamills eigener Persönlichkeit durch und das ist verdammt positiv gemeint. Es ist ein Luke, der mir aufgrund seiner Wandlung gut gefällt und überzeugt. (Und ja, ich weiß, dass Mark Hamill mit diesem Luke nicht ganz grün wurde.)
  • Das Star Wars-Gefühl. Es ist noch immer da, doch verliert der Film es an der einen Stelle, wird es an der nächsten doch wieder entfacht. Es glimmt immer und überall auf, leuchtet in manchen Momenten lichterloh und treibt mir Tränen in die Augen. „All the feels!“ Die Botschaft des Films trägt durch den Film, ist aber erst gegen Ende offen ersichtlich. „Die letzten Jedi“ oder doch eher „Das Erwachen der Macht“?

Die schlechten Seiten der Macht

  • Die Albernheiten. Vorab: Ich mag Humor. Ich lache gerne. Und meistens, wenn ich sage „Der Film nimmt sich nicht so ernst!“ ist das als Lob gemeint. Hier allerdings nicht. Nicht jeder Gag ist albern und wenn in Star Wars nicht mehr gelacht werden dürfte, wäre das äußerst schade. Aber muss es dann albern sein und zum Comicrelief verkommen? Zwei, drei Szenen mehr in diese Richtung und es hätte die Waage gekippt. Denn „die Macht“ darf durchaus ernst genommen werden. Das Universum darf ruhig düstere Momente haben. Die klingen hier aber selten nach, sondern werden mir zu oft von Albernheiten zerstört.
  • Ein unnötiger Plotstrang. Der Film dauert 2,5 Stunden. 2 hätten es allerdings auch getan und die überflüssige halbe Stunde steckt in einem Plotverlauf, der im Gesamtkontext unnötig ist und auch nichts Neues in Erfahrung bringt. Mehr noch: Der Logiklöcher forciert. Hätte man den Strang rausgenommen, würde dem Film rein gar nichts fehlen. Im Gegenteil. Oder man hätte die dadurch gewonnene Zeit in Charakterdarstellungen und -vertiefungen investieren können.
  • Fehlender Mut. Bei den positiven Punkten hatte ich den Mut lobend erwähnt, doch der ist nicht immer da. Man hätte mehr rausholen können. Ginge ich an dieser Stelle zu tief ins Detail, würde ich bereits spoilern, daher belasse ich es bei einem: „Och, hättet ihr das doch durchgezogen …!“
  • Die Erste Ordnung. Wird von denen eigentlich niemand richtig ausgebildet? Dass der Hitzkopf Kylo Ren keine taktische Leuchte ist, ist völlig legitim, aber was ist mit General Hux los? Mal abgesehen von der meiner Meinung nach mangelhaften schauspielerischen Leistung ist er einer der dümmsten Generäle in der Geschichte der fiktiven Kriegsführung. Und er ist nur die Spitze des Eisbergs.

Diese 8 für mich schwerwiegendsten Punkte machen Episode 8 insgesamt zu einem durchaus guten Film, der aber zu viele Kanten hat, als dass ich ihn großartig nennen würde. Trotzdem rangiert er auf den höheren Plätzen, was Star Wars-Verfilmungen angeht. Wo genau, bin ich mir noch unschlüssig -- aber definitiv vor Episode 1 bis 3.

Habt ihr ihn schon gesehen? Wie fandet ihr ihn? 

Rassismus in der Literatur: Der stille Antagonist

Stärker als je zuvor in meinem überschaubaren Leben fühle ich mich von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus eingekesselt. Wann immer ich die virtuellen Zeitungen aufschlage oder die Blicke und geflüsterten Worte zufälliger Passanten erhasche bin ich mittendrin in einer Welt, die mir zusehends Sorgen macht. Rassismus: Er ist allgegenwärtig in der Literatur. Gerade weil es solch ein aktuelles Thema ist – und vielleicht auch noch lange so bleiben wird – ist es eines, das ich selber auch in meinen Romanprojekten thematisiere. Welche Stolpersteine es gibt und wie ich persönlich zu dieser Thematik stehe lest ihr hier in meinem Beitrag zur Blogreihe „Phantastische Realität„, die von Meara Finnegan initiiert wurde.

Definition

Beim Rassismus handelt es sich um eine Ideologie, bei der man Menschen aufgrund ihrer gemeinsamen Abstammung kategorisiert und im Zuge dessen über sie urteilt. Sowohl körperliche, als auch kulturelle Merkmale wirken dabei ausgrenzend und definierend; der Phänotyp entscheidet hierbei darüber, welche Rasse höher- und welche niederwertig und daher zu diskriminieren ist.

Im Bereich der Fantasy ist darüber hinaus der Begriff des Speziesismus interessant: Hier ist es die Art, die über die moralische Diskriminierung entscheidet. Mitglieder einer Art definieren sich zum einen über ihre Fortpflanzungsfähigkeit, zum anderen, dass sie möglichst viele gemeinsame Merkmale innehaben. Bis heute wurde es noch nicht zufriedenstellend und endgültig definiert. So oder so: Dort, wo man von Diskriminierung zwischen bspw. Orks, Elfen, Drachen oder anderen Arten liest, handelt es sich meistens um Speziesismus.

Dennoch werde ich mich hier in diesem Artikel der Einfachheit halber auf den Begriff des Rassismus‘ beschränken.

Wo findet sich Rassismus in der Phantastischen Literatur?

Dass Fantasy rassistisch sei liest man immer mal wieder in einschlägigen Foren. Doch kann ein Genre für sich gesprochen rassistisch sein? Vielmehr sind es der Plot und Weltenbau, die nach der Thematik verlangen. Fiktive Figuren, die ihre Weltanschauung in diesen zweifelhaften Pfaden verankert haben. Das macht allerdings nicht das Genre oder gar den Autoren rassistisch, sondern lediglich Teile der Welt, in der man sich beim Lesen befindet. Und das ist vollkommen in Ordnung.

Nicht selten rankt sich in der Fantasy alles um Kriege und Schlachten. Als Leser erwartet man schier, dass sich die verschiedenen Rassen und Arten nicht ganz grün sind. Der gegen Ende hin äußerst kameradschaftliche Zwist zwischen Gimli und Legolas etwa ist ein Produkt von gegenseitigen Vorurteilen und Diskriminierung. Dass er hier gut ausgeht: Geschenkt. Es wirkt fast liebenswert. In vielen anderen Geschichten und auch Rollenspielen jedoch wird es ernster thematisiert und gipfelt nicht selten in Mord und Totschlag.

Von kleinen Seitenhieben die jeweils andere Rasse und deren (angebliche) Eigenschaften betreffend bis zu handfesten Diskriminierungen findet man in vielen Genrebüchern etwas zu dieser Thematik. Meistens wird es jedoch nicht weiter aufgegriffen und dient dem Amüsement oder der Dramatik. Das jedoch finde ich schade.

In den Händen der Autoren

Wichtig finde ich hier anzumerken, dass den Rassen oftmals ganz klare Charaktereigenschaften zugeteilt werden, die als gegeben gelten. Zwerge sind trinkfest und rau, Elfen Baumkuschler, Französinnen hübsch und Deutsche pünktlich. Ich möchte fast wetten, dass die meisten von euch bei den ersten beiden Beispielen zustimmend genickt, bei den anderen beiden jedoch latent genervt die Augen verdreht haben. Und klar: Wir wissen, dass nicht jeder Deutsche oder jeder Türke gleich ist. Aber wir glauben gleichzeitig auch zu wissen, dass der Zwerg von Natur aus so oder so ist – weil in diesem Bereich selten mit Graustufen gearbeitet wird.

Wirft man einen Blick auf gleich eine andere Art, den Ork, wird der Unterschied noch deutlicher. Sicherlich gibt es mittlerweile einige Werke, in denen den Orks mehr Persönlichkeit zugesprochen wird. Dennoch ist es häufig noch immer Usus, dass die Rasse des Orks einen zu etwas Bösem macht. Das mag bei einer Kreatur wie einer solchen für uns nicht weiter tragisch sein – wo wir wieder beim (realen) Speziesmus wären. Doch weitet sich das vielerorts auch auf menschliche Rassen aus. Böse, menschliche Rassen. Macht einen die Rasse also gut oder böse? Hat man nicht die Wahl, gibt es nicht noch andere Faktoren? Natürlich handelt es sich um Extrembeispiele, doch eigene Projekte kritisch zu hinterfragen ist nie verkehrt.

Gerade die Anfänge der Fantasy zeigten klare Feindbilder auf. Monster und finstere Gesellen, gegen die sich die Helden zu wehren hatten. Um es einfacher zu gestalten wurden Gut und Böse stilisiert und auch optisch klar getrennt. Menschen gegen Orks. Weiße Abenteurer gegen schwarze Kannibalen.

Diese Trennung zeigt sich gerne auch im Optischen. Tolkiens Elben sind blond, groß, hellhäutig, blauäugig. Die Orks? Dunkel, wild, barbarisch. Dem Guten schließen sich die Hellen an, dem Bösen die Dunklen und asiatisch angehauchten. Stereotype, die sich stark vereinfacht auch in Disneyfilmen finden und immer wieder auch in der heutigen Literatur. Der dunkle Schwarzmagier. Die blonde Jungfrau.

Diese Stereotype kreieren natürlich keinen Rassismus. Sie reflektieren ihn. Und hier sind wir bei dem, dem ich kritisch gegenüber stehe.

Wir tragen Verantwortung

Eine kommentarlose Spiegelung realer Ereignisse oder althergebrachter Klischees reichen nicht aus. Abercrombie etwa hat eine antagonistische Rasse kreiert, die recht muslimisch daherkommt. Natürlich sind es die Bösen, die Bitterbösen, um genau zu sein. Er ist jedoch nur ein Beispiel unter vielen. Muslimisch angehauchte Völker des Südens, kannibalistische Schwarze, wilde Ureinwohner. Oft sind es die selben Stereotype, die immer und immer wiedergekäut werden und die fast Scheuklappen gegenüber anderen Möglichkeiten vermuten lassen. In einer Zeit, die ohnehin von Angst vor muslimischen Terror geprägt ist.

Die phantastische Welt ist eurozentrisch. Das europäische Mittelalter mit seinen weißen Figuren ist Standard. Der weiße Mensch ist Standard. Ist Rassismus Thema, dann meist gegenüber Schwarzen, Asiaten – den Anderen. Dabei ist jeder dort „der Andere“. Für uns als Leser, denn es handelt sich um fiktive Völker. Dennoch werden die Chancen nicht genutzt, vieles verpufft in den Weiten klassischer Fantasy. Ich vermisse Fantasy, in denen nicht die herkömmlichen Kulturen im Zentrum stehen. In denen vielleicht der Weiße diskriminiert wird. In dem Rassismus kritisch angesprochen oder gar wirklich thematisiert wird. Sei es direkt oder durch die Blume.

Es ist allzu einfach, bereits ausgetretene Pfade zu bewandern und sich auf die alten Klischees zu berufen. Aber es ist eine Einfachheit, die nicht sein muss. Jede Welt ist divers. Auch die fiktive.

Was tun?

Das Thema finde ich zu wichtig, als es eingestaubt zu lassen. Was wir nicht brauchen ist ein immer wiederkehrendes Spiegelbild unserer Zeit, das im schlimmsten Fall das „Feindbild“ nur noch bestärkt. Ich finde es wichtig, seine Völker und einzelnen Figuren reflektiert zu betrachten. Die im fiktiven Dialog gesagten Dinge kritisch zu hinterfragen und in eine Diskussion zu treten, wenn es das Thema verlangt.

Aber auch, dass man sich nicht auf ein Thema beschränkt. Rassismus ist nichts, was man thematisieren muss. Genauso wenig wie ich mir vorschreiben lassen möchte, welche Sexualität meine Figuren zu pflegen haben, möchte ich euch vorschreiben welche Hautfarbe eure haben sollen. Das wäre Quatsch. Nein, wofür ich plädiere ist ein allgemein bewusster Umgang mit der Materie. Wir schreiben eben nicht nur für den weißen Menschen und wir sind auch nicht in der Pflicht diskriminierende Klischees immer und immer wieder aufzuarbeiten.

Ich hoffe, dass ich den ein oder anderen von euch zum Nachdenken anregen konnte und natürlich auch, dass ihr das nicht als Bibel versteht. Es bleibt noch immer, was es ist: Nur meine Meinung.

Elfquest Final Quest Comic Rezension

ElfQuest: The Final Quest Vol. 1

Autor: Wendy&Richard Pini | Illustrationen: Wendy Pini; Coloration:  Sonny Strait | Verlag: Dark Horse Books | Format: 192 Seiten,  Softcover

Inhalt

[The Final Quest ist die neuste Reihe innerhalb des Elfquest-Universums. Wer wissen will, was Elfquest überhaupt ist, den verweise ich zu diesem Video von mir und natürlich auf die offizielle Seite.]

Nach den Ereignissen in Shards  sollte eigentlich Ruhe eingekehrt sein, doch leider sind es wieder die Menschen, die mit dem Frieden nicht so ganz einverstanden sind. Der Sohn des Grohmul-Djun, Angrif Djun giert nicht nur nach Macht, sondern auch und vor allen Dingen nach Unsterblichkeit. Diese erhofft er sich vom blondgelockten Wolfreiter Mender, der nicht nur heilen, sondern Körper auch verändern und dementsprechend altersresistent gestalten kann. Zudem ist es auch der magische Palast der Hohen, der Veränderungen innerhalb der Sippen forciert.

Besprechung

Elfquest ist meine erste große Comicliebe, insofern kann ich hier absolut nicht objektiv sein: Ich liebe Elfquest und bekomme regelmäßig beim Lesen der bekannten Werke eine Gänsehaut. Dennoch möchte ich euch hier The Final Quest vorstellen und ein wenig näher beleuchten. Unter der rosaroten Brille, versteht sich, dessen müsst ihr euch bewusst sein.

In dem vorliegenden ersten Band enthalten sind die Issues 1-6 inklusive dem prologartigen Special und den Covern der einzelnen Ausgaben im Anhang. In Amerika bislang erschienen sind 8 Issues, der neunte ist auf dem Weg der Veröffentlichung. Nahtlos reiht es sich an Hidden Years an und beinhaltet direkte Verknüpfungen nicht nur zu dieser Reihe, sondern ebenso zu seinen Vorgängern: Als Neuling hier einzusteigen, halte ich für eine denkbar schlechte Wahl. Hier wäre es definitiv besser, mit den klassischen Abenteuern in der Elfenwelt zu beginnen, die den Anfang der kompletten Reihe markieren und die große Reise der Wolfsreiter auf der Flucht vor den Menschen und der Suche nach anderen Elfenstämmen zeigen. Lesen kann man alle bisherigen Publikationen mit Ausnahme der final Quest auf der ofiziellen Website. Für lau. Fangt doch mit The Original Quest an!

Final Quest jedenfalls gibt nach all den anderen – nicht immer „guten“ – Künstlern, die Elfquest bislang neben Wendy Pini mit Zeichnungen versorgt haben, ein Back to the Roots- Feeling. Wendy Pini zeichnet sich endlich wieder verantwortlich für die Zeichnungen und das steigert die Qualität meiner Meinung nach erheblich. Es gibt ein Wiedersehen mit einigen tot geglaubten Charakteren sowie mit Charakteren, die tatsächlich gestorben sind – in der Erinnerung oder mit Hilfe des Palastes. Die Frage, woher Teir stammt, wer seine Eltern sind, wird geklärt und somit sein loser Handlungsfaden in das großen Geflecht geknüpft. Dabei beginnt der Band ruhig und würdevoll. Die Elfen werden in ihrer natürlichen Umgebung gezeigt, sodass man auch nach einiger Zeit der Elfquestabstinenz gut einsteigen und in die Welt der beiden Stämme – Cutters und Embers – eintauchen kann.

Positiv

  • Das ewige Thema „Leben und Tod“, der Kreislauf wird durch die Geburten und Todesfälle gut unterstrichen und passen gut hinein. Durch den Tod der beiden Elfen wird deutlich gemacht, dass es kein Zuckerschlecken ist. Denn nein, es handelt sich nicht nur um Redshirts. Durch die beiden Geburten indes wird der Zugang der Elfen zum Thema Leben klarer und das Detail rund um Moonshade läutet eine ganz andere Ära von ihrer Seite aus ein, die ich mir so nicht erwünscht hätte. Und das ist gut. Endlich eine traurige Liebesgeschichte, die ihre Hofnungslosigkeit nicht aus den bekannten Puzzlestücken zusammen setzt
  • Nicht nur der Zeichenstil, auch die Geschichte selbst ist „back to the roots“. Alte Storyelemente werden aufgegriffen, ohne sie abzunutzen oder zu kopieren. Elfquest hat vor rund 40 Jahren mit der Gefangenschaft eines Elfen und einem schwierigen Erkennen begonnen und genau das tut es auch jetzt. Ember opfert sich gewissermaßen für ihren Stamm, gibt sich in die Hände des Grohmul Angrif, damit sich ihre Wolfsreiter in Sicherheit begeben können
  • Die Beziehungen finde ich großartig. Es ist nicht das klassische Schema, nicht die klassischen Probleme, die auftauchen, sondern solche, die aus der Kultur der Elfen entspringen. Konflikte zwischen dem Weg der Wolfsreiter und der unweigerlichen Veränderung steht ebenso im raum wie das Erkennen, das zwar vom Leser gerne mit Liebe gleichgesetzt wird, aber davon absolut nicht abhängt und, wie in diesem Fall, auch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kommen kann.
  • Ich persönlich bin absolut zufrieden mit der Dynamik, die in den ersten sechs Issues herrscht. Actionlastige Momente sind ebenso vorhanden wie die ruhigen, in denen „nur geredet wird“.Gerade in den Actionsequenzen trumpft Wendy Pini auf, kann mit ihren Panels überzeugen. Die Geschichte ist spannend, denn ich bin mir wirklich nicht sicher, wie es enden wird, was vor allen Dingen die inneren Konflikte betrifft.
  • Vollkommene Zufriedenheit bei mir als Elfquestfan: Endlich wieder neue Abenteuer, endlich sehen, wie es mit den Elfen weitergeht, endlich wieder Elfquest, so wie es sein soll!!
  • Strongbow! ♥ Ember! ♥ Teir! ♥ Freetouch! ♥ Ehm ja. Verzeihung.

Negativ

  • [Kleiner Spoiler] Mit der Art, wie eine der beiden Elfen gestorben ist, bin ich unzufrieden. Es war so… sinnlos auf die denkbar ungünstigste Art: Es war nicht nur selbstverschuldet, sondern sogar gewollt. Kein Suizid, doch wir kennen ja die Einstellung der Go-Backs, heroisch im Kampf zu sterben. Doch warum dort? Warum nicht in einer Schlacht, die wirklich zählt? Es war so… häh? Nö, nicht einverstanden.
  • [Kleiner Spoiler] Meines Wissens nach sind Elfendamen zwei Jahre lang schwanger. Dass das Erkennen also aufgeschoben wird, nur um zu verhindern, dass das Kind unter widrigen Umständen groß wird oder die Frau in der härtesten Episode schwanger ist… Hm. Gerade weil ein Krieg bevor steht, wäre doch eine Schwangerschaft gut. Wer weiß, ob das mit dem Erkennen überhaupt so astrein aufgeschoben werden kann oder es beide überleben? Die Fruchtbarkeit der Elfen ist solch ein zartes Pflänzchen…
  • Brokeback-Pose. Tsts, Wendy, und dann noch solch eine extreme! 😉

Fazit

Insgesamt bin ich also höchst zufrieden. Ich hatte ja auch lange genug auf neuen Stoff gewartet! Die einzelnen Ausgaben zu bestellen gestaltete sich für mich als Nichtkreditkartenbesitzerin eben etwas schwierig. Volume 2 der Sammelausgabe wird erst 2016 erscheinen, doch so lange werde ich nicht mehr warten können, zumal ich mich auch selber immer bei der offiziellen ElfQuest-Facebookseite spoiler (JA, ich tue es gerne!). Also müssen die Einzelbände wohl bei Ebay bestellt werden. (Schon getan! Bis Band 8 zumindest, der neunte wird erst noch erscheinen). Sollen ElfQuestfans also hier zugreifen? Definitiv! Ist es etwas für Neueinsteiger? Nein. Zumindest nicht, bevor ihr nicht die früheren Comics auf der Website nachgelesen und euch etwas EQ-Wissen angehäuft habt!

Es sprach: Guddy, ein Fan.

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