Zwischenboss DSGVO – Aaah!

DSGVO

Kurz vor dem Umzug nach England und mitten im damit verbundenen Stress kommt eine Sache besonders ungelegen: Die DSGVO, also die Datenschutz-Grundverordnung. Die tritt am 25.05.2018 in Kraft und hat eigentlich eine tolle Grundidee: Nutzerdaten sollen geschützt werden. Da bin ich ganz bei der DSGVO!

Das, was mich nervt, ist einfach Folgendes: Bis dato hat sich kaum ein Hobbyblogger damit beschäftigt. Niemand von ihnen hat schließlich aktiv Daten gesammelt um sie zu benutzen. Es sind die Plugins und Tools generell, die von Natur aus so eingestellt sind – ob man sich nun dessen bewusst ist, oder nicht. Anders als bei den meisten anderen Hobbys startet man grundsätzlich als Verbrecher, muss aktiv Datenkraken entfernen, von denen man nicht einmal wusste, dass sie überhaupt existieren. Als wäre in jedem Fernseher automatisch ein illegales Downloadprogramm installiert, das sofort anfängt, Filme runterzuladen, ohne dass man es merkt.

Mich nervt, dass es Leute geben wird, die sich an der Unwissenheit Anderer bereichern wollen und beginnen werden, abzumahnen. Vielleicht wird es nicht Erna mit ihrem Strickblog treffen – vielleicht aber doch. Dann sind es zwar keine Millionen, sondern vielleicht ein paar Zehner bis Hunderter – aber es ist so unnötig. Weshalb sind die Tools nicht automatisch legal? Weshalb könnte man sofort finanziell belangt werden, anstatt erst einmal alles zu bereinigen?

Zusätzlich verwirrt auch das Chaos, das derzeit herrscht. Person A sagt XY, Person B widerspricht dem und Person C sagt YZ. Niemand scheint so recht zu wissen, was Sache ist, Halbwahrheiten werden verbreitet und irgendwelche Panikmacher wollen Geld machen. As usual.

Aber: Panikmache ist natürlich nicht angebracht. Es wird wahrscheinlich alles entspannter ablaufen, als man denkt. Es ist auch gut und richtig, dass sich auch Werner und Erna Strumpfblogger mit den Gesetzen und dem Datenschutz beschäftigen und Bewusstsein geschaffen wird.

Ich selbst habe den Blog auch etwas umgestellt. Die Kommentarfunktion habe ich abgeschafft und ein paar Plugins installiert, die die gröbsten Fehler beseitigen sollen, etwa in Bezug auf eingebundene Youtube-Videos. Analytic-Tools brauche und nutze ich ohnehin nicht, einen Newsletter bot ich noch nie an und https habe ich nun auch.

Plugins, die ich nun nutze:

  • Autoptimze: Entfernt scheinbar die Google Fonts und Emojis, die in Zukunft nicht mehr datenschutzkonform sind.
  • Better Click To Tweet: Ersetzt einen Twitter-Sharebutton. Daten werden nicht gespeichert, es wird lediglich ein Link gesetzt. Ersetze ich aber vielleicht durch einfache Links ohne Plugins, wenn sich das als praktikabler erweist.
  • EU Cookie Law: „EU Cookie Law informiert Benutzer, dass Ihre Website Cookies verwendet, mit der Option Skripte vor Zustimmung zu sperren.“
  • WP Youtube Lyte: Ersetzt die eingebundenen Youtube-Videos durch ein Bild. Beim Klick wird man zum Video weitergeleitet.

Was noch fehlt, sind diverse Dokumente. Ich muss mich noch damit auseinandersetzen, dass man irgendwie Verträge wie etwa für die Auftragsdatenverarbeitung  aufsetzen muss. Ich muss die Datenschutzerklärung noch genauer anpassen. Momentan ist sie noch nackig, da frisch aus einem Generator geschlüpft. Ob ich ein Verfahrensverzeichnis brauche, ist mir noch nicht klar.

Fehlt noch etwas Grundlegendes? Habe ich irgendwas noch nicht auf dem Schirm?

Weiterführende und nützliche Links:

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