Schpogs Comiczeichnungen zeigen die Schönheit des menschlichen Körpers

Sarah Nieves alias „Schpog“ zeichnet. Dabei lässt sie ihre Kreativität in Zeichnungen von Personen und Figuren fließen, die nicht dem üblichen 08/15 Schönheitsideal entsprechen. Damit zaubert sie nicht nur hübsche Bilder aufs Papier, sondern auch noch ein Lächeln auf das ein oder andere Gesicht.

Die Münchnerin gründete vor nun bald vier Jahren mit zwei Freundinnen den „Item Shop„, wo man sich inmitten der Weißwurscht-Stadt wie im 7. Nerdhimmel fühlen kann. Durch den Shop wurde ich auch auf sie aufmerksam. Dort nämlich veranstaltet sie in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen den „Schpog’s Drawing Table“: Für ein kleines Entgelt zeichnet sie einen Tag lang nach Portraits nach Wunsch. Der nächste Termin steht noch nicht fest, wird aber vorab stets auf deren Facebookseite selbst angekündigt.

Schpogs lockere Federführung wirkt im Ganzen oft grob, bietet aber dann doch einige Details, die die Motive unterstreichen. Die sind meistens weiblich und entsprechen nicht der vorherrschenden Comicnorm: Sie sind dick oder dünn, haben unterschiedlichste Brustformen oder Dehnungsstreifen. Mal hängt ein Bauch über den Gürtel, mal sieht man die Beckenknochen hervor staken. Sie alle haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind schön. Alle auf ihre Weise. Und das wären sie wohl auch noch mit Hasenscharte, Pickeln oder Prothesen.

Zusammen mit ihrer Freundin Raphaelle „Glasmond“ Roux hat sie das Projekt „7,5 Billion Flowers“ gegründet. Mit ihren Zeichnungen wollen sie die Vielfalt des menschlichen Körpers und auch des Geschlechts zelebrieren und Leuten Mut machen, die ihren Körper nicht akzeptieren. So wie jede Blume anders ist und dennoch durch eine ihr eigene Schönheit glänzt, ist es auch beim Menschen.

Nicht nur ihre Zeichnungen, sondern auch die Botschaften dahinter lohnen sich, da mal näher hinzusehen! Obacht: Nicht alle Bilder sind safe for work. Und hier könnt ihr Schpog und ihre kreativen Ergüsse finden:

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