Bratphoenchen der Woche #16: Über die Mägen von Zentauren, gesellschaftliche Zwänge und Kindesmissbrauch in Games

JEDEN SONNTAG TRAGEN WIR EINE LISTE DERJENIGEN ARTIKEL, VIDEOS, TWEETS UND INTERNETSHIZZLE ZUSAMMEN, DIE WIR ALS BESONDERS SEHENSWERT ERACHTEN. SEI ES, DASS SIE BESONDERS GUT RECHERCHIERT, PHANTASTISCH GESCHRIEBEN, LUSTIG ODER WISSENSWERT SIND. DEN BESTEN LINK KÜREN WIR MIT DEM GOLDENEN BRATPHOENCHEN; EINE AUSZEICHNUNG, DIE SELBSTVERSTÄNDLICH EINZIGARTIGLICH IST UND NACH DEM SICH JEDER CONTENTMAKER VON PLÄTZCHENBÄCKERIN SABINE BIS GEORGE R.R. MARTIN DIE FINGER LECKT! LOGISCH. ZUDEM WERDEN DIE GEWINNER DES GOLDENEN BRATPHOENCHENS AUF EINER GESONDERTEN SEITE NOCHMAL PRÄSENTIERT. FÜR DIE JEWEILS KOMMENDE WOCHE DARF JEDER SELBER ENTSPRECHENDE LINKS EINREICHEN, X AUGEN SEHEN MEHR ALS 4!

Persönliches

Letzte Woche musste das Bratphoenchen weihnachtsbedingt aussetzen, daher frühstücke ich hier gleich zwei Wochen ab. Man wird ja nicht jünger! [/zusammenhangslose Phrase] Viel passiert ist entsprechend auch nicht. Weihnachten haben wir in München verbracht und ansonsten viel gezockt und genetflixt.

„Sieben“ beispielsweise, der glorreich gealtert ist. Außerdem konnten Janna Ruth und ich endlich unser Interview vollenden, nachdem das aus Terminnot lange Zeit nicht zustande gekommen ist. Auf Instagram sehen meine letzten beiden Wochen aus wie folgt.

Woche 16 Instagram

Die Artikel der Anderen

Ja, auch andere Menschen haben einen Blog, schreiben für Onlinemagazine oder schütten sich auf sonstigen Wegen virtuell ihr Herz aus. Meine persönlichen Highlights der Woche findet ihr hier.

How Does a Centaur Eat, Anyway?

Wie essen Zentauren?[Wissenschaft|Phantastik] Judith Tarr nimmt sich der absolut wichtigen Frage an, wie sich Zentauren wohl ernähren würden. Dabei geht sie erstaunlich detailliert und fundiert vor. „Even if the Centaur can function as an omnivore, he’ll still need to consume enough calories to support at least 750 pounds/340 kilograms of muscle and bone. That means he eats constantly, and he eats a lot. He drinks copiously, too—and if he’s Greek, that means barrels of wine.

[Gesellschaft|Persönliches] Persönliche Jahresrückblicke sind eigentlich nur für die interessant, die die Person auch „kennen“. Nemeryll jedoch spricht nebenbei auch noch gesellschaftliche Zwänge und ihre Flucht daraus an, was ich sehr schätze und wichtig finde. „Ich kenne mich selbst mittlerweile ziemlich gut. Was auch dazu führt, dass ich nicht mehr jeden Trend mitmachen oder zwanghaft unter Leute muss, nur weil man das eben so macht. Ich habe es akzeptiert, dass ich manchmal sehr eigenbrötlerisch sein kann und Menschen, die mir nicht gut tun, lasse ich ziehen.“

Kindesmissbrauch in Games: Geht das zu weit?

[Gewalt|Gaming] Für Der Standard wirft Rainer Sigl die Frage auf, ob häusliche Gewalt, sowie Kindesmissbrauch, in Videospielen Thema sein darf und zieht dazu das Spiel „Detroit: Become Human“ als Beispiel heran, lässt Für und Wider sprechen.  „Tatsächlich ist natürlich die nun aufflammende Kritik an der Darstellung häuslicher Gewalt in „Detroit: Become Human“ hauptsächlich deshalb so emotional, weil sie in einem Medium gezeigt wird, das in der Öffentlichkeit geringen Status als Kulturprodukt hat.“

GASTSPIELER: Krieg der Rubriken – Spielejournalismus in Deutschland

Spielejournalismus in Deutschland[Kritik|Journalismus] Yannic Hertel ließ sich zu einem Gastbeitrag bei Spielkrittik überreden – zum Glück. Er rechnet fundiert und ruhig mit dem Spielejournalismus ab. „Aber: Oftmals ist Kritik um der reinen Kritik willen ebenso zahnlos wie Lobgesänge. Wenn sich eure Artikel lesen, als hättet ihr die Zerrisse vor dem Kamin mit Chardonnay in der Hand geschrieben, verlieren sie an Sprengkraft – weil die Gegner dieser Sichtweise euch vorwerfen, dass ihr abgehoben diskutieren würdet.“

Außerdem: Videos

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Und das goldene Bratphoenchen geht an…

Yannic Hertel. Der Artikel wird vermutlich leider nichts ändern und niemanden wirklich aufrütteln, aber ich finde es richtig und wichtig, dass er diese Dinge anspricht.

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3 Kommentare

  1. Die Aufregung um Detroit hab ich mitbekommen, und ich konnte sie damals schon nicht verstehen. Detroit ist – wie alle Spiele von David Cage – an der Grenze zwischen Film und Spiel. Die behandelten Themen sind sehr wohl ernster Natur (siehe auch Heavy Rain), und warum sollte da nicht auch etwas behandelt werden, was deutlich ernster ist, als man dem Medium Spiel auf Anhieb zutrauen würde?
    Ich fand den Trailer, der die Szenen vorgestellt hat, außerdem ziemlich gut. Ich hatte richtig den Eindruck eines slice of life von Menschen, die kein idyllisches Leben führen, was in meinen Augen den dystopsichen Charakter des Settings um eine Facette reicher macht. Schreckliche Dinge verschwinden nicht, blo0, weil unser Leben durch Technologie „besser“ wird.
    Natürlich ist es etwas anderes, davon zu wissen, und das als Spieler hautnah mitzuerleben. Aber auch hier, genau darauf zielt ein Spiel wie Detroit doch ab, eine Emotionalisierung von Ereignissen, die man als Spieler beeinflusst. Je nach Entscheidung geht es besser oder schlechter aus, und sofern man sich darauf einlässt und darüber nachdenkt, kann das nicht schaden. Und nicht zuletzt, diese Geschehnisse sind eingebettet in einen größeren Kontext. Einmal den Handlungsstrang genau dieser Personen, und einmal den des Spiels, das eben eine futuristische Gesellschaft zeigt.
    Viel schlimmer fand ich den zur selben Zeit veröffentlichten Ausschnit aus The Last of Us 2, bei dem ich den Eindruck hatte, die dargestellte Gewalt und Grausamkeit diene vornehmlich sich selbst, ohne jedweden Grund, jedweden Kontext, jedwede Motivation. Es war einfach nur brutal. Klar, auch hier gibt es einen Kontext, eine Handlung. Diese waren aber im Video bestenfalls Nebensache. Und anders als in Detroit hatte ich den Eindruck, nur Zuschauer zu sein, der keinen Einfluss auf die Geschehnisse nehmen kann.

    Langer Rede kurzer Sinn: Ich fand die Szene in Detroit, so wie sie gezeigt wurde, nicht verkehrt.

    PS: Guten Rutsch euch beiden! 🙂

    1. An mir ist das komplett vorbei gegangen. 🙁 Darum müsst ihr mir sowas schicken, Menschenskinder! 😀
      Ich selbst habe auch absolut kein Problem mit ernsten Themen in Videospielen, im Gegenteil – wobei es natürlich immer auf den Kontext und die Darstellung ankommt. Aber da ich das Spiel, das als Aufhänger diente, nicht kenne, finde ich die Gegenüberstellung der Meinung sehr interessant. 🙂

      Dir auch einen guten Rutsch!