Klingonen-Guddy über Star Trek: Discovery

tlhIngan jIH. toH ‚oS jIH neH Discovery? Discovery vIlegh ‚ej vIHar: HIja‘. ghaH jIH. MaQa‘ jIHbe‘. nuv DanoHmeH nuv. pIm jIH wIghaj Hoch. Hoch pIm. Discovery nIH ‚e‘ chenmoH.
Discovery ‚IH. SoHvaD nice. SoHvaD modern.
‚oH wej vIvut law‘. chaH „trekkies“. ‚oH Qatlh Hoch bel.
‚ach yItIv jIH!

Oder, um es mit Worten auszudrücken die nicht aussehen als wäre meine Katze mit dem Hintern über meine Tastatur gerutscht: Ich mag „Discovery“. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Klingonen. Sie werden hier nicht als homogene Masse dargestellt, sondern als Individuen verschiedener Klingonenvölker, die in sich auch nicht immer eins sind. Sie haben ganz individuelle Ängste, Ansichten und Abneigungen. Sie wollen, auf den größten gemeinsamen Nenner herunter gebrochen, Freiheit und nicht in der Masse untergehen. Motivationen also, die auch „den Guten“ nicht fremd ist. Die aber auch, man ahnt es schon, Nährboden für giftige Ideologien sein können. Noch wird jedoch nicht geurteilt. Noch sind alle Katzen grau.
  • Die Föderation predigt Frieden. Mit Recht. Es soll keine Angriffskriege geben. Doch in der Pilotfolge ist (oder wäre) Gewalt tatsächlich die einzige Lösung. Nicht etwa, weil Gewalt gut ist. Das ist sie nicht. Es ist überhaupt keine Frage von Gut und Böse, nicht hier. Generell wirkt die Föderation nicht mehr unantastbar. Nicht mehr blütenweiß. Nein, sie wirkt fehlerhaft, noch nicht ausgereift. Als stünde sie auf sehr dünnem Eis, das bei jeder falschen Bewegung droht, einzubrechen. Das ist verdammt gut!
  • Die Hauptfiguren sind keine strahlenden Helden mehr. Was mit DS9 begann, wird hier konsequent weitergeführt. Die Figuren scheinen grauer als je zuvor.
  • Auch wenn manche es bestreiten: Für mich spricht Discovery brandaktuelle philosophische Themen an. Anders als bei älteren Serien passiert dies jedoch nicht mit dem Holzhammer, weshalb es nicht immer gesehen wird. Es geschieht vielmehr durch die Blume, durch die Handlungen, durch die Figuren. Die Fragen werden nicht aktiv im Dialog gestellt, sondern aufgezeigt. Auch das ist etwas, das ich durchaus begrüße.
  • Die Optik ist phänomenal. Tatsächlich fand ich den Weltraum noch nie so schön wie hier.

Ist „Discovery“ also das star trek’sche Nonplusultra?

Auf keinen Fall. Dafür ist es noch viel zu früh. Der Pilot alleine kann noch nichts über die gesamte Staffel aussagen. Natürlich: Wir bekommen hier erste Hinweise, wohin die Reise führen wird und die finde ich sehr vielversprechend. Ab und an holpert es vielleicht noch an der Logik, hier und dort könnte die schauspielerische Leistung besser sein – aber es ist bis jetzt eine in meinen Augen äußerst gelungene Symbiose aus Alt und Neu. Alt, weil es die alten Werte durchaus verkörpert – oder sogar kritisch hinterfragt. Neu, weil es dabei auch noch ziemlich genial aussieht.

Ja, es ist nicht „das alte Star Trek“. Kann es auch nicht sein. Dann wäre es eine billige Kopie. Zum Glück ist es mehr. Und ich bin gespannt darauf, wie es sich entwickelt wird. Und was das Aussehen der Klingonen angeht: bItuHlaHbe’chugh bIquvlaHbe‘

Star Trek: Discovery wird auf Netflix ausgestrahlt. Jeden Montag erscheint eine neue Episode.

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