Die 5 besten platonischen Liebschaften

Ja, ich liebe gut geschriebene Beziehungen in Fantasy und Science Fiction. Wenn zwei sich so sehr lieben, dass sie alles für den anderen tun würden, sich mit und für ihn freuen, um ihn bangen und auf eine möglichst lange, gemeinsame Vergangenheit zurückblicken können, die Insider hervor brachte, die niemand außer sie selbst versteht. Eine Freundschaft bis in den Tod in einem Regen aus Schweiß und Blut!

„Moment. Freundschaft? Hat die Alte nicht gerade von Liebe gesprochen?“ Gut dass du fragst, lieber imaginärer Leser, gemeint ist nämlich explizit nicht die romantische, sondern die platonische Liebe. Liebe, die keinen Sex, keine innigen Küsse braucht, um tief empfunden zu sein. Man mag es auch eine „enge Freundschaft“ nennen, doch wie man es bezeichnet, ist mir letztlich gleich. Ich für meinen Teil freue mich, wenn es ausnahmsweise Charaktere gibt, die sich trotz potentieller Paarungsmöglichkeit einfach nur anfreunden. Und ja, das ist zwischen Mann und Frau oder zwei homosexuellen Menschen wirklich möglich. Während mich romantische Szenen zwischen einem Liebespaar meistens kalt lassen, verdrücke ich bei großartigen Freundschaftsmomenten gerne mal ein Tränchen. Jawohl. Ein Herz für Plato!

Selbstverständlich gibt es auch etliche andere non-romantische Beziehungen Konstellationen wie etwa Geschwisterpaare (Hach. Dean … Wo war ich? Ach ja: Und Sam.), Bromances (Hallo, J.D. und Turk!) und väterlich anmutende Beziehungen a’la Giles und Buffy. Doch einen Fokus auf zuvor genannte Konstellation möchte ich beibehalten! Schließlich werden sie ohnehin viel zu sehr vernachlässigt und sind schwieriger zu finden als eine schnöde Bromance.

Doch starten wir endlich mit der ersten Paarung:

Zoë und Mal (Firefly)

Nach der obligatorischen Schweigestunde aufgrund des frühzeitigen Dahinscheidens der Serie in einer weit, weit zurück liegenden Vergangenheit, eine kurze Erläuterung: Die beiden funktionieren als Individuen bereits verdammt gut, als Pärchen jedoch sind sie nahezu unschlagbar. Sie haben gemeinsam einen Krieg durchgemacht und sind sich teilweise so nah, dass Zoës armer Ehegatte [hier bitte Schweigejahr einfügen. Danke.] dezente Anflüge von Eifersucht erleiden muss. Die Chemie zwischen den beiden ist offensichtlich vorhanden – und ebenso offensichtlich rein platonischer Natur.

Carol und Daryl (TWD)

Ein gutes Beispiel dafür, wie eine Freundschaft langsam wächst. Sie wird im Großteil lediglich angedeutet, kleine Nuancen werden gezeigt, die auf die Beziehung zwischen den beiden hindeuten, ohne dass es großer Worte bedarf. Sicher, im Laufe der Staffeln wird es klarer, gerade dann, wenn einer von beiden den Verlust des anderen befürchtet oder sie sich nach einer Durststrecke in die Arme schließen können.

Und auch wenn ich damit einigen „Shippern“ auf den Schlips treten werde: Ich hoffe sehr, dass es bei einer Freundschaft bleibt und die beiden keine romantischen Gefühle füreinander entwickeln werden. Ich mag diese leidenschaftlichen oder fürsorglichen Momente zwischen ihnen auch ohne den heißen Funken, der meist dazu gedichtet wird.

Jill und Chris (Resident Evil)

Eigentlich sind sie prädestiniert dafür, zu heiraten: Beide heiß, beide im potentiell willigen Alter, beide im Zombiekillergewerbe tätig. Wahrscheinlich setze ich mich jetzt in die Nesseln, denn ich habe RE:6 nicht gespielt. Falls sie also dort heiraten, will ich hier nichts gesagt haben oder, noch besser, den Fakt einfach gekonnt ignorieren. Mein letzter Stand: Sie sind es nicht. Und werden es auch hoffentlich nie, dafür passen sie viel zu gut zueinander. Als Freunde, die sich mit Vorliebe gegenseitig den Hintern retten und in die für den jeweils anderen bestimmte Kugel hechten.

Partner seit S.T.A.R.S., fußt ihre Beziehung nicht nur auf einer, natürlich, hübschen Vergangenheit, sondern wird auch in der Gegenwart fortgeführt. Zuweilen mit gewissen Andeutungen, doch nie so viel, dass ich mir ernsthaft um ihren Status Sorgen machen müsste.

Starbuck und Helo (BSG)

Keine Topliste ohne Battlestar Galactica. Ich weiß. Doch es hat schließlich auch mehrere gute Gründe, dass es eine meiner Lieblingsserien ist! Starbuck und Helo also. Das mag ein wenig ominös anmuten, ist die gemeinsame Screentime der beiden doch sicherlich keine endlose. Leider im Gegenteil. Doch dass die beiden eine Vergangenheit haben und sich nahe stehen, merkt man spätestens dann, als sie sich auf Caprica nach längerer Zeit wiedersehen und die beiden in der Episode „Valley of Darkness“ Zeit in ihrer alten Wohnung verbringen und vertraute Dialoge führen.

Auch hier sind es eher Hinweise, die gegeben werden, anstatt dass es klar benannt wird – wenn man von dem sehr netten Geschenk absieht, das Helo ihr später geben wird. Die Beziehung kommt ohne Drama aus, dafür fußt sie auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt.

Clarke und Bellamy (The 100)

Weder im Krieg, noch auf einer Akademie kennengelernt, beginnt ihre Freundschaft nicht einmal mit einem kleinen Funken Sympathie. Sie verhalten sich zu Beginn antagonistisch, verfolgen zum Teil konträre Ziele und buhlen um den Rang des Anführers. Doch gerade das macht ihre Beziehung und deren Werdegang so interessant. Denn ja, aus ihnen wird ein freundschaftliches Pärchen, das sich gegenseitig den nötigen Respekt zollt.

Zu Beginn der Serie hatte ich ein gar schröckliches Triangle zwischen diesen beiden und Finn befürchtet, das jedoch zu meiner größten Freude nicht eingetreten ist. Es macht Spaß, ihnen zuzusehen, zu beobachten, wie sich die Chemie zwischen ihnen mehr und mehr verändert und aus der einstigen Rivalität Zuneigung erwächst.

 

In honorable Mention

Mulder und Scully. Einst wart ihr solch ein schönes Paar, verständnisvoll und wunderbar charmant in seinen Gegensätzen – bis es durch die Liebe zerstört wurde. Ruhet in Frieden.

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6 Gedanken zu “Die 5 besten platonischen Liebschaften”

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