gamescom 2017 – same same but different

Gamescom. Das bedeutet Warteschlangen die bis zum Dom reichen, Hitze, Lärm, kühl fließendes Messebier und natürlich Games. Viele Games. Oder, sagen wir besser: Videospiele, denn der geneigte Pressebesucher hat einen Ruf zu verlieren – wenn er ihn nicht schon längst verloren hat.

Während ich nämlich bereits am Messedienstag durch die Hallen flaniere, kippen sich die ersten Journalisten, Fachbesucher und solche, die es gerne werden wollen, die ersten Biere in die dürstenden Kehlen. Ob sie ohne Alkohol das pixelige Elend nicht ertragen würden, frage ich mich. Und greife selber zu einer Flasche. So oder so, der Pickelanteil in den Gesichtern der Fachbesucher ist derart beträchtlich, dass man sich bald via Tweets darüber empört. Wie könne das denn sein, wird dann gekräht, dass jeder Pupsblogger ein Presseticket erhält! Persönlich nachgefragt wird aber selbstverständlich nicht. Besser ist das, sonst würde man vermutlich herausfinden, dass der pickelgesichtige Bursche mehr drauf hat als man glaubt. Oder für die Schülerzeitung arbeitet. Jugendförderung olé! Aber Hauptsache, man kann am Ende damit angeben, auf der coolsten Party gewesen zu sein. (Ihr habt ohnehin alle verloren. Ich war auf den besten. Period.)

Natürlich fühle ich mich hier wohl. Man ist unter Gleichgesinnten und dieses Gefühl bleibt auch noch lange, nachdem man das Messegelände verlassen hat. Ganz Köln ist im Ausnahmezustand, jeder Zweite auf der Straße scheint selber Gamer zu sein. Mit Händen und Füßen unterhält man sich zur Not über die gamescom und die Spiele, denn die Gäste kommen teils von weither. Doch wem sage ich das? Man kennt das. Die gamescom ändert sich nur im Detail. Mal wird Evolve gehypt, mal Monster Hunter und die Indie Booth wächst und gedeiht still vor sich hin. „Gamescom – Wo man selbst für das Klo drei Stunden anstehen muss“. Man kennt das. Neu vielleicht ist, dass man hin und wieder über Politiker stolpert, die sich hinaus in das Jagdrevier des gemeinen Killerspiele-Spielers wagen. In ängstlicher Andacht stehen sie beim Betrachten der ominösen Spiele fast stiller als die Bundeswehr, die hier natürlich auch ihre Zelte aufgeschlagen hat.

Geschlafene Stunden: Zu wenig
Getrunkene Kaffee: Zu viele
Zustand des Körperfetts: Partystimmung aufgrund neu hinzu gewonnener Fettzellen
Gewonnene Augenringe: Mindestens 12
Angespielte Spiele: Drölftausend
Lieblingshalle: 10.1
Lieblingsspiel: Rite of Ilk
Schönste Booth: Blizzard. „Ist das noch Booth oder schon Village?“

Über die einzelnen Spiele werde ich noch berichten. Spoiler: Über die TripleAAA-Titel werde ich kaum etwas schreiben. Die kennt ihr eh alle schon. Nein, ich werde ein paar unbekannteren Perlen die Ehre erweisen. Die Gespräche mit den Entwicklern dort sind auch immer so herrlich passioniert! Während ich mich um die Spiele kümmern werde, wird Marcus über Guddys schreiben. Die Aufgaben müssen schließlich gut verteilt werden und er kennt sich besser mit denen aus.

Wie auch immer: Die gamescom’17 war toll – und für mich unglaublich entspannt. Ich habe viele Leute kennengelernt, konnte endlich alte Freunde wiedersehen und durfte einmal mehr merken, dass echte Freundschaften auch doofe Zeiten überdauern. Es gab gutes Essen, interessante Spiele, nette Wikingergelage und allgemein phantastische Stunden. natürlich hat die gamescom auch ihre schlechten, nervtötenden Seiten. Aber hey – sie kann so schlimm nicht sein, wenn man das Glitzern in den Augen der Gäste sieht. Egal, ob es nun aufgrund eines Trailers, der Menschen, eines gewonnenen Spiels oder der Atmosphäre ist.

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3 Kommentare bei “gamescom 2017 – same same but different

  1. Schande über mein Haupt. Ich war noch nicht auf der Gamescom, aber wo ich so viele Bilder von euch sehe weiß ich gar nicht, ob ich mal hin soll oder nicht. Ich find die Standdeko ja super hübsch, aber die Hallen sind ja übelst voll 🙁 Wenn man kein Fachbesucherticket hat, hat man wohl ein Problem oder?

    • Wenn ich kein Fachbesucherticket bekommen würde, würde ich wahrscheinlich auch nicht hingehen. :/
      Was es nochmal extrem aufwertet sind die Teffen mit menschen, die man sonst nie sieht.

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