Who the Fuck is … Squirrel Girl?

Kürzlich wurde bekanntgegeben, welche Darsteller für die kommende Serie zu Marvels Superheldin „Squirrel Girl“ gecastet wurden. Ein hervorragender Anlass, um uns das Eichhornmädchen mal genauer anzusehen! Wie ich nämlich munkeln hörte kennt sie leider längst nicht jeder. Das sollte geändert werden! Zumindest ein wenig.

Ihr Debüt feierte sie bereits im Jahre 1992 unter der Feder von „Doctor Strange“-Steve Ditko und Autor Will Murray. Ihr Auftritt in Marvel Super-Heroes vol. 2 ließ bereits damals Großartiges erahnen, wandelte sie doch schon von den ersten Seiten an auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Eine Teenagerin, die alles versucht, um Iron Man ihre Größe und Power zu beweisen – und dabei dezent possierlich, zumindest jedoch verrückt wirkt. Es ist keine angsteinflößende Irre wie etwa Harley Quinn, sondern vielmehr ein liebenswertes Mutantenmädchen mit den Superfähigkeiten eines Eichhörnchens. Nicht umsonst schafft Iron Man es nur mit ihrer Hilfe, ausgerechnet Dr. Doom zu besiegen. Dabei ist sie doch nur ein Mutanteneichhorn! Aber Halt: Was heißt hier eigentlich „nur“?

 

Squirrel Girl unterhält sich gerne mit Eichhörnen – weil sie es kann. Ihr Sidekick Monkey Joe (und später Tippy Toe) ist, wer hätte das gedacht, auch ein eben jenes Tierchen und stets zur Stelle, wenn sie ihn braucht. Doch nicht nur er; auf ganze Eichhörnchenscharen kann sich Squirrel Girl verlassen. Diese hat zudem nicht nur haufenweise Nüsse, sondern auch einen langen, dicken Schwanz. Verzeihung. Der musste sein. Mit eben jenem Schwanz kann sie greifen, um sich schlagen und ihn ganz nach ihrem Willen koordinieren. Logisch, schließlich ist er angewachsen und super. Super zumindest dann, wenn sie ihn nicht gerade unter ihrer ganz normalen Kleidung verstecken muss.

Darüberhinaus besitzt sie scharfe Krallen und Zähne, mit denen sie ganze Baumstämme durchnagen kann. Zudem ist sie eine der klügsten Superhelden des Marveluniversums und verdammt stark. Und wir reden hier von „Hulk-Stärke“. Laut Marvel ist sie ihm ebenbürtig. Gut, dass all ihre Fähigkeiten (vgl. die Skala rechts hier) auf dem Maximum sind, könnte auch leicht angehauchte Ironie sein. But I doubt it! Zuletzt sei noch ihre immense Körperbeherrschung und Akrobatik zu nennen. Trotz alledem war sie als Gegenentwurf zur damaligen Überpräsenz der depressiven, dunklen Helden geplant, jemand, dessen Kräfte eher ironisch daher kommen sollten.

 

Schlau, stark, kommunikativ, outgoing, hübsch – klingt wie eine Mary-Sue. Wahrscheinlich wäre sie auch eine entsprechend ätzende Figur, wenn sie nicht so unheimlich sympathisch und unterhaltsam wäre. Ihr Größenwahn wirkt nie überspitzt oder arrogant. Sie wirkt trotz aller ihrer Kräfte wie das Mädchen von Nebenan, das als Baby versehentlich in einen Topf aus Haselnusstrank gefallen ist.

Nachdem man einige Jahre nichts mehr von ihr gehört hatte tauchte sie über ein Jahrzehnt später erst wieder 2005 in der Miniserie Great Lakes Avengers auf: Eine Parodie, in der Superhelden mit scheinbar lächerlichen Kräften gegen das Böse kämpfen. Diese Reihe war die logische Konsequenz aus ihrem ersten Auftritt und markierte ihren Status als lustige Superheldin, die in nicht allzu ernst gemeinten Abenteuern brilliert. Das zeigt sich auch in ihrer ersten eigenen Heftserie „The unbeatable Squirrel Girl„. Ihre Präsenz dort ist erfrischend anders, humorvoll und trotz ihrer jugendlichen Aufmachung nicht nur etwas für Teenager.

 

Neben ein paar kleineren Auftritten in Comics wie Marvel Zombies, Secret Wars und Deadpool ist sie auch immer mal wieder in TV-Serien und Videospielen zu sehen. So war sie in mehreren Episoden von Der ultimative Spider-Man zu sehen und in einer Folge von Fantastic Four: World’s Greatest Heroes. Im 2013 erschienenen Spiel Lego Marvel Super Heroes ist sie ein spielbarer Charakter, ebenso wie in anderen Games.

In ihren Jahren als Heldin hat sie bereits einige namhafte Schurken und Helden besiegt: Neben Dr. Doom auch Deadpool, Thanos und sogar Wolverine. Im Comic „The Unbeatable Squirrel Girl Beats Up the Marvel Universe“ besiegt sie, wie es der Titel um ein Haar verrät mal eben das ganze Marvel Universum. Seems legit.

Ihr seht: Squirrel Girl ist keine, die man einfach übersehen sollte. Die Geschichten rund um das quirlige, in der neusten Version erfreulich dralle Mädchen sind unterhaltsam, entbehren nicht einer Menge Ironie und sind zumeist sehr lesenswert. Und daher freue ich mich auch un-heim-lich auf die kommende Serie mit ihr!

Quellen
JazmaOnline | BleedingCool |

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