Auswertung Blogparade: Gaming-Spleens

Vor wenigen Wochen lud ich zu einer Blogparade zum Thema Gaming-Spleens ein. Mitgemacht hat ein ganzer Haufen verrückter Nerds sehr liebenswerter Damen und Herren, die kleine Einblicke in ihre obskuren Gaminggewohnheiten geben. Einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer! Ich habe mich wunderbar amüsiert!

 

Der Charaktereditor bietet natürlich eine Fülle an Möglichkeiten, seinen inneren Freak an die frische Pixelluft zu lassen. Wie gut, dass ich da nicht alleine bin! Wir erinnern uns: Ich habe einen sturen Faible für schwarzes Haar und eine dunkle Hautfarbe. Ähnlich – und doch ganz anders – ergeht es da Nemeryll. Als erste beichtet sie ihren Spleen, der das Erschaffen eines Avatars nach ihrem eigenen Ebenbild beinhaltet. Und das ist vollkommen ok! Schließlich ist der Prozess der Charaktererstellung auch eine Schöpfungsgeschichte! Vermutlich laufen bereits etliche Nemeryll-Klone in diversen Welten herum. Ich könnte mir Schlimmeres vorstellen.

Dass man sich mit dem Editor stundenlang beschäftigen kann weiß jeder, der auch nur einen kurzen Blick in ein Rollenspiel geworfen hat. Salvatore ist da keine Ausnahme. In frimeliger Kleinstarbeit bastelt er seine Avatare zusammen, sodass sie sowohl von der Optik, als auch vom Namen her in die jeweilige Welt passen. So muss das sein! Ich selber bekomme manchmal Zuckungen, wenn ich einen „RoXxoR3k“ oder eine „PrettyMaria“ durch Azeroth hüpfen sehe.

 

Irgendwann ist man dann mit dem Erstellen seines holden Avatars fertig und begibt sich endlich in die mehr oder minder bunte Spielwelt. Hurra! Doch wie das so ist ist die Spielwelt nur schmückendes Beiwerk. Das, was wirklich zählt, sind noch immer die Figuren und speziell der eigene Avatar. Logisch, so viel Zeit wie man in die Generierung gesteckt hat… An dieser Stelle wenden wir uns Alessandra und Aurelia zu, die sich in ihren Spleens sehr ähneln und in deren Ausführungen auch ich mich wiedererkenne.

Für Aurelia steht die Lebendigkeit der Figuren im Fokus, weshalb sie das handeln ihrer Avatare stark an deren Charakter anlehnt. Wenn der Charakter während der Story nicht beschrieben wird, denkt sie es sich selber aus. Das geht so weit, dass sie ihre Spielweise eng an die Figur knüpft. Alessandra indes setzt dem ganzen den Vogel auf (Ich vermute, dass ich hier zwei Sprichwörter vermische. Darin bin ich so verdammt gut!). Gut. Sie ist eine Autorin. Und um ganz ehrlich zu sein mache ich es ganz genau so. Aber ist es nicht schräg, wenn man sich ganze Geschichten zu den virtuellen Figuren ausdenkt und sich dann in furchtbar komplizierten Strategien verzwickt, wenn sich diese laut Spiel nicht ganz so verhalten wie man es sich so schön im Kopf ausgemalt hat? Sehr schräg. Lieber weiter zum nächsten Punkt!

 

Ach, olle Spleens in Bezug auf Spielfiguren hat doch jeder! Mancher legt seine Marotte lieber in die Details hinter den Kulissen. Carnam etwa ist ein „Grammar Nazi“. Auch ein Punkt, den ich sehr gut nachvollziehen kann. Sie allerdings verbeisst sich ungemein in jeden noch so kleinen Fehler, der sich in die Videospieltexte eingeschummelt hat und ist sich auch nicht zu schade, stundenlang darüber zu fabulieren und schimpfen. Carnam, du darfst gerne meine Betaleserin werden.

Während sich im Hintergrund noch über eine doppelte Verneinung aufgeregt wird, testet Kellerkind Danny lustig die Grenzen jeder Spielwelt aus. Wo sind die Orte, die man als handelsüblicher Spieler eigentlich gar nicht betreten darf – und wie kommt man dahin? Kann man eigentlich jeden NPC töten? Und was macht eigentlich dieser rote Knopf da…?

 

Ja, das liebe Ende … manchmal will man es gar nicht wahrhaben. Besonders dann, wenn einem ein Spiel so gut gefällt, will man nicht die Tür schließen! Und so kommt es, dass Sandra kaum ein Videospielende kennt. Es erfüllt sie mit Horror, wenn sie nur daran denkt, dass es zu Ende gehen könnte. Verständlich. Ich habe Skyrim aus diesem Grund auch noch nie zu Ende gespielt und die letzte Szene des Friends-Finales überspringe ich zur allerersten Folge. Ein endloser Friends-Zirkel…

Ja, Spleens gibt’s derer so einige. Und das ist gut so, würzen sie doch das eigene Spielerleben und machen es zu etwas Individuellem. Sicherlich gibt es noch mehr Marotten, die man da nennen könnte. Vielleicht habt ihr ja noch die ein oder andere in petto?

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5 Kommentare bei “Auswertung Blogparade: Gaming-Spleens

  1. Wirklich eine coole Blogparade und eine schöne Runde geworden 😉

    Danke dafür!

    Grüße
    Danny von Kellerkinder

  2. Kann mich Dannys Meinung nur anschließen. War wirklich eine tolle Blogparade. Habe alle Beiträge mit Freuden gelesen, hier und da noch ähnliche Macken entdeckt. 😀

    Vielen Dank für die tolle Runde! 🙂

    Suilad,
    Lordsem (Salvatore)

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