5 Fakten über Walker (FTWD-Edition)

Manche Serien findet man einfach nur schlecht. Man sieht sie sich kurz an, denkt sich „Nä. Wech damit!“ und guckt dann doch wieder zum drölften Mal Battlestar Galactica. Doch da gibt es auch jene Serien, die so schlecht sind, dass man nicht weggucken kann, mehr noch: Sie sehen muss! Fear the Walking Dead ist für mich solch ein Kandidat. Die Personen agieren derart stupide, die Dialoge triefen vor Inkompetenz und die Storyline ist in solchem Maße lächerlich, dass die Serie für mich(!) mehr Comedy denn Horror ist. Vor wenigen Wochen startete die dritte Staffel der Serie. Grund genug, uns den Walkern zu widmen.

Die schlechte Nachricht zuerst: Zombies wollen euch fressen. Alle. Ausnahmslos. Die gute Nachricht: Sie haben eine ähnlich geartete Aufmerksamkeitsspanne wie ich, denn sie – he seht mal, dort fliegt ein aufgegessenes Butterbrot!

Zumindest in Fear the Walking Dead scheinen die Überlebenden derart um die Aufmerksamkeit der Walker besorgt, dass die bloße Anwesenheit ihres eigenen frischen Fleisches nicht gut genug ist! Bei Anlockung des Feindes (s.o.) dienen sie nicht nur selbst als Köder, nein, alle paar Sekunden ist es auch von Nöten, durch ekstatische Klänge und fideles „He! Follow me, bitches!“  auf sich aufmerksam zu machen. Wer weiß? Nachher verlieren die Walker noch das Interesse und spielen lieber Schnick Schnack Schnuck?


Zombies sind furchtbare Wesen: Untot, irgendwie verwesend und verdammt ekelhaft. Lasst ein Steak mal drei Wochen lang liegen und ihr wisst Bescheid. (Aber im Ernst: Wer würde ein Steak schon liegen lassen? Ich meine: Ein fucking Steak!) Doch so eklig und tödlich sie auch sein mögen, es gibt Hoffnung! Lockt sie einfach in ein Gewässer eurer Wahl und schon ist jeglicher Gestank und jede Gefahr gebannt! Könnte man zumindest meinen, wenn man den Protagonisten dabei zusieht, wie sie die Walker ins Meer locken und, kaum dass diese hinein geplumpst sind, erleichtert aufatmen. Leichen werden ja nicht wieder an Land gespült, nein, nein!

Leider habe ich kein passendes Beweisbild gefunden, doch die beiden sich mit Walkerblut einreibenden Darsteller tragen derart entzückte Mienen dabei zur Schau, dass man unwillkürlich an eine genüssliche Bukkake-Party denken muss. „Oh ja! Ich schmiere es mir überall hin! In die Augen! In den geöffneten Mund! Mhmmm!“ Und ja: Porno- und FTWD-Darsteller sind talenttechnisch kaum voneinander zu unterscheiden.

Verstehen Sie mich nicht falsch, werter Leser, selbstredend ist mir bewusst, dass es sich bei den Walkerausdünstungen um ein probates Antizombiemittel handelt. Dass es aber in den eigenen Körperkreislauf geschmiert werden muss, ist mir tatsächlich neu.

TWD-Enthusiasten wissen längst Bescheid: Walker können verdammt aufdringlich werden, wenn sie einen erspäht haben. Gerne erinnern wir uns an das Gefängnis, das Rick&Co Obdach bot und an dessen Zäunen sich die Zombies die Nasen durch die Drahte drückten. Nicht so die südamerikanischen Zombies! Nein, sie erscheinen gänzlich unbeeindruckt vom menschlichen Treiben, das sich hinter den Maschendrahtzäunen abspielt – oder aber im Zombiedasein nur Dilettanten zu sein. Herumbalgende lärmende Kinder, BBQs, Gelächter – egal, Mr. Walker schlurft unbeeindruckt im Sande herum und bewässert die zarten Gräser mit seinem Sabber. Kein Wunder, dass die Figuren selten vor Angst erzittern.


Kann natürlich sein, dass man hier ein zombiefizierte Touristengruppe aus Bielefeld sieht, doch nichtsdestotrotz sind die fear’schen Walker überraschend geordnet! In Reih und Glied torkeln sie – mal mehr, häufiger weniger gut gespielt – auf die Kamera zu und würden vermutlich noch eine saubere Rettungsgasse bilden, wenn eine Sirene ertönen würde.

Ich mag die fear’schen Walker. Zumindest würde ich die Welt aus FTWD, und nicht die aus TWD wählen, wenn ich müsste. Erscheint mir insgesamt deutlich sicherer. Denn wie sagt man in FTWD so schön achselzuckend: „Es gibt Schlimmeres.“

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