Top 5 Doctor Strange – Comics

Neulich habe ich meine Nase wieder mal in ein paar Comics gesteckt. Und verdammt, war das eine gute Lektüre! Fast vergessen, was für Schätze dort verborgen liegen! Dabei sind leider zu wenige mit Doctor Strange vertraut und das, obwohl er einer der schillerndsten Figuren des Marveluniversums ist. Und, so ganz nebenbei, auch Hauptfigur einer kürzlichen und sehr gelungenen Marvel-Verfilmung ist. Hier möchte ich euch nun meine fünf liebsten Comics des Doktors vorstellen. Außer Konkurrenz sind hierbei die ersten Ausgaben, in denen Strange auftaucht und die in #115 auch seine Hintergrundgeschichte aufarbeiten: Ab #110 der „Strange Tales“ von 1963.


Doctor Strange: The Oath

Brian K. Vaughan ist zu Recht einer meiner liebsten Comicbuchautoren. Nicht nur kombiniert er teils sehr trockenen Humor mit tiefgründiger Tragik, sondern schafft es auch, Geschichten zu weben, die die Charaktere der Figuren akzentuieren und gekonnt hervorheben. In „The Oath“ muss sich Strange den Geistern seiner Vergangenheit stellen und der Frage nachgehen, was schwerer wiegt: Das Leben seines treuen und geliebten Dieners Wong – oder die Gesundheit der gesamten Menschheit. Dass er nebenbei in die Gedankenwelten seiner Gegner eintaucht, sich seinen ärgsten Feinden gegenübersieht und selber ganz schön bluten muss, ist dabei fast Nebensache.

Bonus: Vaughan hat die Besetzung des neuen Doctos vorausgesehen. Beweis siehe oben links. 😉

Autor: Brian K. Vaughan | Zeichner: Marcos Martin  | Jahr: 2006 | Bestellen 



What Is It That Disturbs You, Stephen?


Ein klassischer Strange
, wenn man so will: Derart abstrakt die Panels, abstrus die Storyline und zauberhaft die Magie, dass man zwar keinen großen Faden oder gar Tiefgründigkeit sieht, dafür jedoch Spaß haben kann. Die Panels sind wunderschön in Szene gesetzt und die Farben satt – und Stranges „WTF“-Blick ist einfach köstlich! Wieder ist Wong die Damsel in Distress, dieses Mal hübsch garniert von Electra, die Strange einiges entgegenzusetzen und sichtlich Freude an dem Spiel hat. Dabei hat alles so harmlos – und seltsam – mit einem Glückskeks begonnen …

Autor: Marc Andreyko | Zeichner: P. Craig Russell | Jahr: 1997 | Bestellen


Into Shamballa

Eine wunderschön gezeichnete Graphic Novel, die in die Tiefen von Stranges Psyche eintaucht und ein einziger Spiegel, eine fleischgewordene Illusion darstellt. Es ist kein dämonischer Gegner, dem sich Strange stellen muss, sondern vielmehr er selber. Fragen werden aufgeworfen, Themen abstrahiert dargestellt, was der Geschichte nicht nur Tiefe andichtet, sondern auch tatsächlich verleiht. Eine etwas andere Superheldengeschichte, die die Figur näher beleuchtet und den Fokus auf Mystik und Geist legt.

Autor: J.M DeMatteis | Zeichner: Dan Green | Jahr: 1986 | Bestellen – leider kaum zu kriegen. Vielleicht im Comicladen des Vertrauens!



Doctor Strange & Doctor Doom: Triumph and Torment

Zwei Doktoren auf einem Fleck – was kann da schon schiefgehen? Doom ist hier wieder einmal auf familiärer Mission, seine Mutter aus der Hölle zu retten. Mit dabei: Strange, der sich wunderbar mit dem Fiesling zu verstehen scheint. Temporär zumindest. Munter und in bester Superheldenmanier geht es gegen Mephisto und dessen Schergen. Es ist ein nettes Spektakel mit Twists, die das Leseerleben nochmal aufwerten. Die beiden Figuren harmonieren wunderbar und auch wenn Strange hier nicht im alleinigen Mittelpunkt steht ist es doch ein Griff wert, da es ihn wieder von etwas anderer Seite beleuchtet.

Autor: Roger Stern, Gerry Conway, Bill Mantlo | Zeichner: Mike Mignola, Kevin Nowlan | Jahr: 1974 | Bestellen



“Time Doom!” Marvel Premiere #11-14

Wie genau wurde Strange zum Sorcerer Supreme und was hat er mit der Erschaffung des Universums zu tun? Endlich wieder Zeitreisen! Strange trifft auf Baron Mordo, Sise-Neg und Cagliostro, wir sehen Tentakel, wohnen Hypnosen bei und können einem T-Rex das Ärmchen schütteln. Einer der grundlegenden Storyarcs von Doctor Strange, die sich nicht nur aufgrund des Backgrounds lohnt, sondern in sich auch sehr unterhaltsam ist – nur nicht für Hardcore-Christen, wie zugegeben werden muss. Solch eine Geschichte war damals gar nicht so einfach zu veröffentlichen.

Autor: Steve Englehart | Zeichner: Frank Brunner | Jahr: 1973 | Bestellen

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