Geek Quest #7: Deine größte Angst

Nachdem nur zwei dafür umso mutigere Helden die letzte Quest bestritten hatten, sind es nun derer gleich sieben! Sehr gefreut habe ich mich auch über die beiden Neuzugänge: Herzlich Willkommen! So sind sieben grundverschiedene Artikel entstanden, die nicht nur die reale Faktenlage abdecken, sondern auch Prosa und humoristische Listen. Hier findet garantiert jeder den für ihn passenden Antagonisten!

Am Ende der Aufzählung erfolgt natürlich die neue Quest für die kommenden beiden Wochen!

 

  • Die Runde ehrenvoll beginnen darf die Geek Quest-Queen Alessandra. Nicht nur stellt sie mit dezent eingestreuter Ironie gleich 7 unterschiedliche Typen von Antagonisten vor, sie spannt auch noch den Bogen zu ihren eigenen minderfreundlichen Figuren.
    „Ein Villain, der heute etwas auf sich hält, braucht eine origin story. Eine Begründung, ein Trauma, weshalb er so ist, wie er eben ist, und das uns zumindest ein „Och, der Arme!“ entlockt. An dieser Stelle ist erneut Magneto zu erwähnen, dieses Mal vor allem als Auschwitz-Überlebender. Manche solcher Storys sind leider arg an den Haaren herbeigezogen oder wirken allzu bemüht, während andere dafür sorgen, dass wir dem Villain im Grunde unseres Herzens wünschen, er möge doch bitte wenigstens überleben.“
  • Matze von der Welle Nerdpol greift unseren Pitch zur Quest auf und spinnt ihn weiter. In Prosa getunkt, sitzt er mit seinen Blogkameraden in der Kneipe, während der Antagonist seinen Auftritt hat. Eine Parabel auf Zugriffszahlen, stille Mitleser und das Bloggertum. Marktschreier der Neuzeit.
    „Wie viele dir wohl zuhören? 100? Vielleicht 150? Da draußen gibt es Marktschreier, die sind viel erfolgreicher als du, die bekommen sogar ein paar Goldmünzen dafür. Siehst du den großen hier neben mir? Der war schon auf vielen deiner Ausrufe. Aber kannst du dich an ihn erinnern? Er sagt nie etwas zu dir, weil du einfach nicht gut genug bist!“
  • Marcus erzählt in Die Sache mit… Dem Bösewicht, wie er sich das Schurkendasein vorstellt. Ausgehend von der Sichtung einer Bondverfilmung stellt er dabei fest, dass das auch seine Schattenseiten haben kann.
    „Bin völlig Feuer und Flamme durch meine neue Bestimmung und aufgeregt wie ein Kind nach dem Motto: „Mama, darf ich Frankreich kaputt machen?“ „Gleich mein Sohn, gleich.“ Bin aber sehr unzufrieden mit meinem Namen. Marcus klingt so mundan, so trivial, so altbacken. Wenn ich doch Le Chiffre heißen würde oder Goldfinger, man würde mein Bestreben viel ernster nehmen.“
  • Aurelia bricht auf ihrem Blog Geekgeflüster die Lanze für Bösewichter, die ihr meist so viel vielschichtiger erscheinen als der ordinäre Held. Unter dem Slogan „Helden sind langweilig!“ schreibt sie einen Liebesbrief an die Villains und belegt es mit passenden Beispielen.
    „Das beste Beispiel dafür sind die Thor-Filme von Marvel: Darin tritt mit Thor ein für mich vollkommen austauschbarer und langweiliger Held auf, der in etwa die Tiefe eines Wasserglases hat und für mich kaum uninteressanter sein könnte. Sein Bruder und Gegenspieler Loki dagegen ist in seinem Neid deutlich spannender und war auch der Grund, warum ich mich durch beide Filme gequält habe.“
  • Zum ersten Mal wagt sich Andrea von AT-Bücher an eine Quest! In ihrem Artikel macht sie einen Rundumschlag in Sachen Antagonistentum und bemerkt richtig, dass es sich beim Antagonisten nicht um eine Person handeln muss. Da sie selber schreibt, dürfen auch ihre eigenen hier nicht fehlen!
    „Ich mag es sehr gerne, wenn der Antagonist vor allem auf der psychischen Ebene arbeitet. Hinterhältig, kleine Spielerein und langsam seine Opfer quälend. Nicht so horrormäßig, sondern eher so, dass sein Opfer in die Irre geführt wird und nicht einmal mehr weiß, was richtig oder falsch ist.“
  • Elea Brandt gibt im Zwei-Akter „Hilfe, meine Figur ist ein Psychopath!“ einen ausführlichen und interessanten Einblick in die Person und Psyche von Psychopathe. Die realen Fakten verknüpft sie gekonnt mit phantastischer Realität.
    „Zugleich üben diese Menschen aber auch eine morbide Faszination aus, die es dem Leser schwer macht, sich emotional so von ihnen zu distanzieren, wie es vielleicht bei einem dunklen Herrscher Sauron oder einem Lord Voldemort möglich ist. Diese Balance zwischen Verachtung und emotionaler Beteiligung funktionierte im Fall von George Martins Epos so gut, dass Jack Gleeson, der in der Serienverfilmung die Rolle des Joffrey Baratheon gab, sogar private Drohbriefe und Hassbotschaften aufgebrachter Zuschauer erhielt.“
  • Ich selbst bin natürlich auch dabei und gebe euch einen Einblick in das illustre und vollkommen real geschehene Treffen mit dem Antagonisten meines aktuellen Romanprojekts. Er ist gar kein Arsch. Immerhin hat er eine Hamsterzucht.
    „Während der alte Mann mit zartgliedrigen Fingern Tabak zusammenrollt, frage ich ihn nach dem Gerücht aus, dass er die Menschheit unterjochen und die Welt in Schutt und Asche legen möchte. „Papperlapapp!“, ruft er verärgert aus und wirft mir den halbfertigen Glimmstengel gegen die Nase. „Kindischer Mumpitz, lächerlicher! Ich will die Welt nicht in Schutt und Asche legen! Wo sollen meine Mausis denn sonst ihre Beeren herkriegen? Und im Abendlicht tanzen?“

Aug in Aug steht ihr euch gegenüber: Du und der Superschurke. Du bist allein, so ganz ohne Kompagnon und Mentor. Dies ist der richtige Moment! Zumindest für den Schurken. Der nämlich kann nun seelenruhig seine finsteren Machenschaften weben und sich an deine Ängste herantasten. Clowns? Spinnen? Garstige Höhen? Was es auch ist … er wird es herausfinden.[/unheilschwangere Melodei]

Jeder Held muss sich im Laufe der epischen Story irgendwann seinen Ängsten stellen. Du natürlich auch! Dafür müsst und sollt ihr nicht in eure privaten und intimen Ängsten graben, sondern im Bereich der Popkultur und des Geektums bleiben. Gab es etwa ein Spiel oder einen Endboss, der euch besondere Angst eingejagt hat? Musstet ihr einen Film vorzeitig abbrechen, da er euch zu grausig war? Gibt es Komponente, die euch egal in welchem Kontext die Zehennägel aufrollen lassen? Benennt eure Ängste und stellt euch ihnen! 

Erzählt also, was eure ganz persönlichen Ängste im Bereich der Fiktion sind. Gerne garniert mit kreativen Einblicken. Portraitiert euch wie ihr neben einem Clown steht! (Sehr mutig!) Seht den Horrorstreifen, den ihr einst abgebrochen hattet nun bis zum Ende und berichtet darüber! Spielt Dead Space und dreht den kriechenden Mr.Burnsen eine lange Nase! Egal, was ihr macht, erzählt über euer Wagnis!  Präsentiert eure Gedankengänge und Artikel auf eurem Blog, per Twitter (Hashtag: #geekquest2017), auf dem zugehörigen Facebookeintrag oder hier in den Kommentaren! Gerne könnt ihr natürlich auch eine E-Mail schreiben. Zeit habt ihr wegen Ostern eine Woche länger: bis zum 24.4. 

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