Eine einzige Person hat ME:Andromeda ruiniert. Lasst die Hexenjagd beginnen!

Mass Effect: Andromeda steht derzeit primär für seine ungenauen und leblosen (Gesichts)Animationen in der Kritik. Dass man sich als Spieler ein wenig darüber ärgert und ganz BioWare am liebsten den morgigen Nachtisch entziehen möchte ist eine verständliche Reaktion – leider jedoch schießen einige weit über das Ziel hinaus. Nicht nur wird genau eine einzige Person herausgepickt und via sozialer Netzwerke verunglimpft, es wird auch tief unter die Gürtellinie gezielt.

Herausgepickt wurde Allie Rose-Marie Leost, die als Facial Animator bei EA gearbeitet hat. Laut ihres – mittlerweile veränderten – Twitterprofils ist sie tatsächlich „Lead Facial Animator for Mass Effect: Andromeda„. Natürlich. Das ist der ultimative Beweis dafür, dass sie alle anderen an Mass Effect beteiligten Kollegen aus dem Weg gemosht und als Allerallereinzige das Wort bei dem Projekt hatte.
I don’t think so.
Abgesegnet und überwacht wird die Entwicklung eines Spiels für gewöhnlich von anderen Leuten. Und für gewöhnlich macht es nicht nur eine einzige Person.

Der GamerGateler Ethan Ralph war es jedenfalls, der mit dem nackten Finger auf die Dame zeigte. Dessen Blog möchte ich an dieser Stelle nicht verlinken, denn so etwas ist es nicht wirklich wert, geteilt zu werden. Unglaublich bezaubernd finde ich, dass er seine Annahmen als Fakten verkauft. Allein der Titel „Eine Cosplayerin mit keinerlei Videospielerfahrung war Lead Gesichtsanimatorin für Mass: Effect Andromeda“ zeigt, wie viel Ahnung der gute Mann hat. Weiterhin bezieht er sich auf einen ausgefuchsten Tweet, der sich über Leosts Profil lustig macht, das sie für ihren Job als Model und Cosplayerin angelegt hat.

Schwupps, traten die ersten Vollpfosten auf den Plan. Sie könne wohl gut blasen, sagen die einen. Sie sei doch bestimmt eine Escort, die anderen. Ralph selbst könne sich ganz genau vorstellen, wie sie an den Job geraten sei. Ich sage nur „osterliche Bukkake-Party“.

Weil Cosplayerinnen natürlich keinerlei andere Erfahrungen haben können und EA fahrlässig ihre Spiele versauen möchte und daher jeden Honk einstellen würde, solange der gut aussieht. Logisch.

BioWare selber hat mittlerweile reagiert. Oder so. Denn nicht nur könnte Aaryn Flynn Frau Leost gemeint haben, sondern auch Manveer Heir, den ehemaligen Lead Gameplay Designer, der zuletzt durch seine rassistischen Aussagen aufgefallen war.

Aber hey, ist das nicht süß? Wie eine einzige Frau das ganze Design eines Spiels in die Apokalypse stoßen kann? Kein Wunder, dass es da sexistische Kommentare hagelt! Hach „Videospielfans“, ich liebe euch so.

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