[Comic-Review] Black Widow #1

Autor: Mark Waid | Illustrationen: Chris Samnee | Verlag: Panini | Format: 140 Seiten, Softcover | Band: 1von X | Bestellen | Leseprobe

Black Widow, ihres Zeichens von der Vergangenheit Malträtierte, hat sich wieder einmal gegen S.H.I.E.L.D. ge- und ihnen etwas entwendet. Flugs wird sie von Maria Hill zum Enemy No. 1 erklärt. Eine wilde Verfolgungsjagd quer durch den Helicarrier und die Lüfte beginnt, an dessen Ende die Witwe natürlich nicht gefangen wird, sondern ihr eigenes Abenteuer im Schatten der Gerechtigkeit und in die eigene Vergangenheit startet. Eine Agentenaction wie aus dem Drehbuch.

Das Team Waid/Samnee hat bereits viel Gutes für Daredevil geleistet. Beste Voraussetzungen, um auch Black Widow neues Leben einzuhauchen. „Neu“ trifft es hier an sich auch gut, zumindest was den Leser anbelangt. Der darf ruhig unwissend in Bezug auf Natasha sein, denn hier wird er kein Vorwissen mitbringen müssen.

Das komplette erste, amerikanische Issue besteht aus einer langen Actionsequenz, in der Black Widow zwar schweigsam, aber dafür umso aktiver im Fokus steht. Klar wird sie als knallharter Badass portraitiert, als jemand, der nicht nur erstaunlich gut kämpfen kann, sondern auch noch verdammt schlitzohrig unterwegs ist und offenbar ab und an die Seiten wechselt. Der Tiefgang kommt dementsprechend kurz – was sich im Laufe des Comics jedoch zum Glück ändert.

Ihr Widersacher, der sie zum Diebstahl der SHIELD-Angelegenheiten zwingt, ist einer der wenigen Figuren, die neben Natasha zumindest ein wenig näher definiert werden und mit dessen Erscheinen die eigentliche Handlung beginnt. Diese bietet für Black Widow-Kenner nichts Neues: Wieder reist sie nach Russland, um dort unter anderem den Red Room, also das ehemalige Ausbildungslager, zu besuchen, wieder gilt es, Zwielichtiges aufzudecken und wieder werden die Karten alle paar Kapitel neu gemischt, Black Widows Gesinnung auf die Probe gestellt.

Was für den einen wenig Innovatives bietet, ist für den nächsten allerdings noch unbekanntes Terrain. Diesem geneigten Leser wird sich an ihrer Suche nach den Geheimnissen ihrer Vergangenheit erfreuen, erfährt er doch mehr über die rothaarige Agentin, die er vielleicht nur aus den Filmen kennt.

Die erste deutschsprachige Ausgabe bietet über viel Action bis zu ruhigen Charaktermomenten viel, wobei gerade die Actionsequenzen in ihrer Imposanz hervorstechen. Man kommt ohne viel Worte aus, genau genommen redet Black Widow über Dutzende Seiten hinweg kein einziges Wort, was den Lesefluss des Comics deutlich erhöht. Die Dialoge, die den eigentlichen Plot akzentuieren, sind ebenso wie die ausdrucksstarken Bilder auf den Punkt.

Es ist an sich eine Black Widow-Story wie man sie kennt und wie sie viele auch lieben. Viel Innovation bietet es daher nicht, dafür für Neuleser einen guten und interessanten Einstieg in die grau umnebelte Welt der Schwarzen Witwe. Besonders die Reise gen Russland mit dem kalt überschneiten Setting und den Grabungen in Natashas Vergangenheit vermag es, den Leser zu fesseln.

Wer sich für actionlastige Comics mit starken Bildern und einer gerissenen Agentin mit fluider Gesinnung begeistern kann, wird auch an dieser Ausgabe seine Freude haben.

Story:               
Artwork:          
Panel Layout:  
Innovation:       
Phoenixfaktor

Autor: Mark Waid | Illustrationen: Chris Samnee | Verlag: Panini | Format: 140 Seiten, Softcover | Band: 1von X | Bestellen | Leseprobe

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