Brett & Spiele – Die 5 teuersten Brettspiele der Welt

Brett und Spiele haben damals schon die alten Römer in ihrem Colosseum beschäftigt und ihre Armut vergessen lassen.
Ok, ok es waren Brot und Spiele und eigentlich weniger Spiele als Kämpfe, Mordlust, Schweiß, Ehre, Stärke, Tränen, Blut. Aber hey, sowas lässt sich heutzutage unheimlich schwer in einen Pappkarton packen.

Was sich dagegen aber unheimlich gut vermarkten lässt sind Exklusivität, Limitierung, Glitzer & Glorie und Gold, Silber, Leder und edles Holz. Oder einfach ein Scheißdreck an Erweiterungen und Figuren. Damit ködert man die Sammler und jene, die es werden wollen. Außerdem sieht so manches Schmuckstück wunderbar in der Vitrine aus. Ach ja, und spielen kann man auch noch damit. Mehr oder weniger. Hier habe ich mal die 5 teuersten Spiele zusammen getragen, um einen Blick auf die wunderbare Welt der Reichen und noch viel Reicheren zu werfen. Dabei wollte ich unterschiedliche Spiele zeigen und auch welche, die man sich vielleicht sogar gönnen kann, sonst hätten wir da jetzt eine Liste von 5 Schachspielen! Außerdem habe ich mein eigenes Brettspiel hinzugefügt, welches gegen die anderen 5 schon ein wenig abstinkt.

Vielleicht findet ihr ja hier auch euer nächstes Weihnachtsgeschenk. Ich lasse euch dann meine Adresse noch rechtzeitig zukommen.

Das Spiel der Könige. Wahrlich, denn sonst wird sich das kaum einer leisten können. Zumindest ist der Preis mehr als fürstlich.

Schlappe 146 Diamanten und 73 Rubine zieren dieses Kleinod, dass mittlerweile leider bei Aldi vergriffen ist. All dies ist eingelassen in 18 Karat Gold (165 Gramm) ein wenig Platin und nochmals geschmückt mit weiteren Perlen, ein paar Saphiren und was sonst noch so in Smaugs Schatzkammer rumgeflogen ist. Für etwa 9.8 Millionen USD sollte dieses Schachspiel produziert werden, aber das scheint ein Gerücht zu sein. Wenn wir genauer nachschauen ist nämlich bisher nur der König fertig und das Spiel hat nie einen Besitzer gefunden. Diese eine Figur kostet wohl aber zwischen 45-100 Tausend Euro.

Fehlen nur noch 35 Figuren und das Brett selbst. Vielleicht etwas für den nächsten Adventskalender?

Einfach mal entspannt wie alte Herren und Damen ne Runde Backgammon am Strand? Habe ich damals als Kind in Spanien gespielt, während der Wind mir Sand um die Ohren peitschte. („Ich hasse Sand“ – Anakin) Hat sogar ein wenig Spaß gemacht. Mit diesem Set von Charles Hollander würde es noch viel mehr Spaß machen.

Schlappe 61082 schwarze, weiße und gelbe Diamanten mit einem Karat von 2071 sind hier verbaut worden. Funkelt mir persönlich noch nicht genug. So sieht mich am Strand in der Sonne ja keiner. Außerdem müsste ich Schadensersatz für Blendung zahlen in Millionenhöhe. Außerdem sind da noch die 6.77 Kilo Gold nennenswert, die ich auch dauernd rumschleppen muss, während mir die Eiscreme auf die Brust tropft. Uncool, denn dann habe ich keine Hand mehr frei, um mir lässig die Sonnenbrille abzunehmen.
Kostenpunkt: 2-3 Millionen Dollar!

Etwa 10.000 Stunden wurde an diesem Meisterwerk gefeilt und dies macht es zugleich zu dem teuersten Backgammon Set der Welt. (Vermutlich sogar des Universums)

PS: Es wurden auch 150 Gramm Silber verarbeitet, aber mahl ehrlich, ich nehme an, dass es ein Versehen war. Das sollte doch wohl Platin werden, oder zumindest Kryptonit!

Monopoly \o/. Habe ich als Kind schon gehasst. Würfeln (pures Glück) und dann ALLES kaufen, auf dem man landet erschien mir schon damals irgendwie nicht Skill basiert und keine Herausforderung, außer an meinen Geduldsfaden. Irgendjemand hat aber im echten Leben die Schlossallee gekauft und da so ein fettes Hotel hingeparkt, in dem durch Pech die halbe Menschheit gelandet ist. Damit hat er sich dann dieses Set aus Gold fertigen lassen. Warum auch nicht?

Erschaffen wurde es 1988, als der Goldpreis noch etwa ein Drittel vom heutigen Marktpreis erzielte. Folglich ein Schnäppchen. Genutzt wurde 23 Karat Gold, ein paar Rubine, Saphire und anderer Ramsch um auf etwa 2 Millionen Dollar Gesamtwert zu kommen. Das Brett und die Hotels sind natürlich alle aus Gold und allein die 2 Würfel kosten 10.000 Dollar.

Sidney Mobell, seines Zeichens Juwelier in San Francisco kreierte dieses Set für ein riesiges Monopoly Turnier in London (erneut, da gibt es doch kein Können, oder?) Er hat daran auch nur etwa ein gesamtes Jahr dran gewerkelt. Bling Bling!

Quasi geschenkt dagegen ist diese CE des Ringkrieges. Damit auch endlich ein modernes und neues Spiel aus dem Jahre 2010. Erlebt hautnah die Ringkriege mit und steuert eure Armeen durch Mittelerde. Kostenpunkt liegt mittlerweile bei 2.000 Euro. Die CE erschien in 2 Wellen á 1000 Stück und ist somit wirklich extrem schwer zu finden. Natürlich gibt es auch eine normale Variante, ohne riesige Lederschachtel, exklusive, handbemalte Figuren und Lederbuch. Ob der Spaß es wert ist sei dahingestellt. Die normale Variante findet ihr für etwa 80 Euro über das Netz verstreut.
Mit einer Spielzeit von über 3 Stunden für 2-4 Spieler ist es auch was für Zwischendurch. Am besten einfach ins Kaffee mitnehmen und ein Glas Wasser dazu trinken.

Die enorme Verpackung und die wunderschönen elfischen Runen darauf und die wirklich schicken Würfel sind aber durchaus ein Hingucker.
Ein Spiel, eure Bank zu knechten!

Ein weiteres Schnäppchen bahnt sich den Weg. Momentan könnt ihr die 3D Variante des bekannten Klassikers ums siedeln, fluchen und Brücken bauen für 300 Euro einstecken. Peanuts! Limitiert ist es auf 2500 Stück und erschien 2005. Hier findet ihr die Produktdetails!

Dafür bekommt ihr eine „wunderschöne“ Holzkiste und schicke Figuren, Brücken, Landschaften und tolle Felder. Wem das noch zu teuer ist, der möge sich das Video oben anschauen, denn die Dame zeigt uns, wie wir das auch „einfach“ selbst bauen können. Sehr ausführlich und akribisch. Fehlt dann nur noch die Kiste, aber die ist ja kein Muss.

Ich persönlich finde ihre Variante weitaus schöner als die käufliche Version. Dafür müsst ihr aber auch ein wenig daran arbeiten 🙂

Das teuerste Spiel, das ich selbst momentan besitze. Allerdings hauptsächlich aus einem Grund:
Es gibt gefühlt 18.000 Erweiterungen.

Irgendwie war das damals einfacher. Als das Spiel 1983 ursprünglich erschien und dann nach Deutschland schwappte, waren mehr Charaktere direkt dabei. Später sind dann noch Die Katakomben und Die Stadt erschienen und damit war man gewappnet gegen Tod und Teufel. Deswegen haben wir daheim sowohl die neue als auch die ganz alte Variante! Einfach WEIL!

Viele gute Kindheitserinnerungen hängen an dem Spiel, das ich damals mit meinem Freund, dem Herrn des Nerd-Wiki, bis in die frühen Morgenstunden gezockt habe.

Jetzt gibt es bereits die 4. Edition für etwa 40-50 Euro aber eben etwa 10 Erweiterungen, die jeweils nochmal zwischen 20-50 Euro von euch verlangen. Manche sind längst ausverkauft und statt des ursprünglichen Preises müsst ihr 100 oder 150 Euro berappen.

Talisman bleibt aber genial und unterhaltsam, auch wenn jede Erweiterung die Spielzeit verlängert, zudem aber auch abwechslungsreicher gestaltet. Und wer möchte nicht auch mal inmitten der Abenteuer dem Schnitter begegnen, der einen bei einer gewürfelten 1 direkt komplett umhaut, so dass man von vorne starten muss, während sich die Spielfreunde ins Fäustchen lachen?

 

Was sind denn eure liebsten Brettspiele und welche davon sind euch teuer und lieb?

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