How to: NOT bake se Sansa Lemon Cake!

Was haben Grippeviren, Matheklausuren, Shredder und das Backen gemeinsam? Richtig: Es sind alles meine Erzfeinde.

Dennoch wage ich mich an das Experiment „Backen“. Ich muss ehrlich sagen, dass ich sogar recht guter Dinge bin! Schließlich geht es um die derzeitige Geek Quest, die dazu auffordert, etwas aus den Weiten des Geekkosmos‘ nachzukochen oder -backen. Schnell entscheide ich mich für ein Kleinod phantastischer kulinarischer Genüsse: Zitronenküchlein, die spätestens seit Sansas Leidenschaft in aller Munde sind. Um euer Gedächtnis ein wenig aufzufrischen und den Geekbezug nicht allzu fern zu lassen werde ich den Beitrag natürlich mit passenden Bildern garnieren.

Natürlich bin ich vorbereitet! Eine schnelle Googlesuche zeigt schnell, wie einfach diese Küchlein herzustellen sind! Auf jedem Blog und jedem Youtubevideo dampfen sie in bestem Licht. Was die können, kann ich ja wohl schon lange! Außerdem habe ich Erfahrungen als Sandkuchenbäckerin vorzuweisen! Also stehe ich bereits um 8:00 Ortszeit im hiesigen Supermarkt, um mit betonter Gelassenheit und weltmännischer Finesse die folgenden Zutaten in den Einkaufswagen zu hieven:

2 Eier
2,5 Tassen Mehl (ok. Ich habe 500g gekauft. Logisch.)
1,5 Tassen Buttermilch (auf 40 Cent reduziert. Ich fühle mich spontan wie Dagobert Duck und kaufe noch einen Zylinder plus Gehstock dazu.)
2 Tassen Zucker
1 Messerspitze Backpulver
4 Zitronen
Butter

Ich bin nicht so gut darin, Anweisungen zu befolgen. Ich langweile mich beim Kochen und Backen zu sehr und mir ist es an sich egal, ob da nun 1 oder 4g Salz in die Suppe kommen oder die Karotten geschält sind oder nicht. Gut. Dass man beim Backen etwas feinfühlender sein muss hatte ich wohl durchaus gehört, aber nun stehe ich vor dem Backofen und fülle die Zutaten in eine Schüssel. Dabei trenne ich sogar noch das Ei fein säuberlich in Eigelb und Eiweiß! Ja, kurz fühle ich mich wie die Ratte bei Ratatouille.

 

Mehl, Salz, Zucker, all das gute Zeug wandert in die Schüssel und während ich rühre, stelle ich fest, dass mir die Konsistenz nicht gefällt. Muss der Teig so flüssig sein? Ich denke doch nicht! Also schütte ich mehr Mehl hinein und da ich Zitronen mag, improvisiere ich und schütte deutlich mehr hinzu als es das Rezept vorgibt. Hey! Säure for president! Brav fette ich auch die Muffinformen ein und schütte auch nur vier Tropfen Teig daneben. Ihr dürft mich weltbeste Teigkipperin nennen!

Es folgt die lange Zeit des Wartens.

Dinge, die man während des eigentlich 25 minütigen Backvorgangs bei 150°C so tun kann:

Witcher 3 durchspielen. Von Anfang an.
Schwedisch lernen. B1 Niveau.
Alle Youtubevideos ansehen, die es gibt.
Der Katze beibringen, aufs Klo zu gehen.

Bereits nach 25 Minuten zeigt sich, dass meine wunderbaren Küchlein absoluter Crap werden würden. Viel zu weich. Ich schiebe sie zurück in den Ofen. Weitere 25 Minuten später piekst meine Gabel in die weichste Substanz seit es den Archetyp der dicken, aber liebenswerten Omi gibt. Ich prüfe die Temperatur des Ofens – und verbrenne mich dabei derart, dass ich mir wünsche, in der Hölle abkühlen zu können.

Mittlerweile riecht die Küche nach verbrannter Butter und Reinigungsmittel fürs Klo. Also durchaus zitronig. Aber nicht gesund.

Als ich die Küchlein nach gefühlten vier Wochen aus dem Ofen hole, sind sie an manchen Stellen schwarz, an den meisten jedoch wunderbar goldgelb – und innen noch immer so flüssig wie die Tränen, die mir in diesem Moment in die Augen schießen. Kurz überlege ich, so zu tun, als ob der flüssige Kern so gewollt sei. Wie diese Chocolat Cakes, aus denen eine Lava aus köstlichster, heißer Schokolade strömt.

Todesmutig beiße ich in die gummiartige Köstlichkeit. Und staune. So schlecht schmeckt es gar nicht! Immerhin wirklich ziemlich zitronig! Wenngleich es nicht der zitronig-cremige Geschmack von Zitroneneis oder Zitronenrolle ist, den ich mir eigentlich erhofft hatte. Nein, es schmeckt eher so, als würde man die Schale einer Zitrone ablecken.

Immerhin sehen sie gut aus. Und wenn ich all meine Fantasie zusammen nehme, schmecken sie sogar! Natürlich kann es auch sein, dass ich sie authentisch hergestellt habe und Sansa einfach einen grau-en-haften Geschmack hat! Who knows? Ich gehe jetzt Schokoladenkekse essen. Guten Appetit.

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