Top 5 epische Reden

Mut, Tapferkeit, Kraft: epische Schlachten oder Endkämpfe zwischen dem Helden und dem Bösewicht gehöre für mich zu den bewegendsten und interessantesten Dingen im ganzen Genre, es sind Gänsehautgaranten. Die Spannung, die die ganze Dauer des Filmes aufgebaut wurde, gipfelt in einem Feuerwerk aus Emotionen und Energie. Ich liebe heroische, vielleicht auch etwas überdramatisierte Szenen und Menschen, die über sich hinauswachsen (müssen) und lasse mich gerne mitreissen. natürlich spielt da auch immer die Musik eine große Rolle, doch bei welchen emotionalen Momenten tut sie dies nicht?

Es gibt etliche gute Reden in der Film- und Seriengeschichte, sicherlich haben die meisten auch ihre Daseinsberechtigung. Euch stelle ich nun die 5 vor oder eher: rufe sie euch ins Gedächtnis zurück, die mein Herz am meisten berühren konnten. Am Ende gibt’s das ganze nochmal als Video inklusive Ausschnitte aus den entsprechenden Szenen.


The enemy outnumber us a paltry three to one, good odds for any Greek. This day we rescue a world from mysticism and tyranny and usher in a future brighter than anything we can imagine. „

300 gehört hier natürlich hin. „Tonight we dine in hell!“ wäre unter anderem auch noch prädestiniert gewesen, doch ist diese Sequenz so verdammt kurz. Wie auch immer: hey, nackte Oberkörper! Ach, es geht ja um die Worte und das Flair, Verzeihung. Dilios‘ kleine Ansprache ist von ein klein wenig Zynismus geprägt. Man steht einer Übermacht von nur 3:1 gegenüber? Hey, erinnert euch an die Schlacht letztes Jahr, in der unsere Kameraden einem Vielfachen dessen gegenüber standen! Sehr motivierend.

Here he is! One of your own! Born a stone’s throw from this very stadium — And here before you now — The son of John Thatcher — Sir William Thatcher!“

Die spezielle Szene, die ich meine, beginnt ab Minute 3. Das restliche Video beschäftigt sich mit den Ansprachen zuvor, was sicherlich auch sehenswert ist, denn ich mag sowohl den Darsteller, als auch die theatralischen Formulierungen sehr gerne. Die Vorstellung, die ich meine, ist jedenfalls die finale Vorstellung des Helden vor Publikum. Zum ersten Mal in seiner wahren Identität, zum ersten Mal als Mann des Volkes.

Ich finde es absolut rührend, wie es Geoffrey ausformuliert und da sich diese spezielle Rede auch auf dem OST befindet, kann ich sie ohnehin im Schlaf aufsagen. Nun, das ist natürlich keine Schlachtenrede, doch wird damit ein ungleicher Kampf eingeläutet und ist die logische und mitreissende Konsequenz aus der ganzen kruden Handlung zuvor. Ach ich liebe diesen Film!

Good morning. In less than an hour, aircraft from here will join others from around the world. And you will be launching the largest aerial battle in the history of mankind. „Mankind.“ That word should have new meaning for all of us today. We can’t be consumed by our petty differences anymore. We will be united in our common interests. Perhaps it’s fate that today is the Fourth of July, and you will once again be fighting for our freedom… Not from tyranny, oppression, or persecution… but from annihilation. We are fighting for our right to live. To exist. And should we win the day, the Fourth of July will no longer be known as an American holiday, but as the day the world declared in one voice: „We will not go quietly into the night!“ We will not vanish without a fight! We’re going to live on! We’re going to survive! Today we celebrate our Independence Day!“

Jaja, die bösen USA, der Film ist „total doof“ und „die Amis sollen sich ihre Arroganz sonstwo hinstecken“, schon klar. Doch ich sehe das nicht so eng. Ich mag den Film und ich finde auch diese Rede nicht so schlimm „amerikanisch“. Man will mit den anderen Ländern als Einheit funktionieren. Klar führen die USA letztlich den entscheidenen Schlag aus und machen ohnehin die ganze Arbeit im Film, doch was wäre das bitte für ein unnötiger Hickhack, wenn man noch krampfhaft irgendwelche politisch korrekten Dinge einprügeln müsste, wo es doch ein spaßiger Actionfilm ist. Nun denn, ich finde es wirklich nett und das ist auch ein Präsident, den man sympathisch finden kann. Und ich mag die Idee, dass die ganze Menschheit sich gegen die pösen Aliens auflehnt. Das wird hier sehr schön verbalisiert.

Anha vazhak maan Rhaeshis Andahli. Anha, zhey Drogo, atak jin. Anha vidrik khalasares anni jim, finaan nakhoe … äh.“ Nein. Anders: „And to my son, the stallion who will mount the world, I will also pledge a gift.I will give him the iron chair that his mothers father sat upon. I will give The Lands of the Andals. I, Drogo, will do this.   will take my khalasar west to where the world ends and ride wooden horses across the black salt sea as no khal has done before.  I will kill the men in iron suits and tear down their stone houses.I will rape their women, take their children as slaves and bring their broken gods back to Vaes Dothrak.“

Hier sind es nicht unbedingt die Worte, auf die ich ohnehin beim ersten Hören/Sehen nicht geachtet hatte, sondern die Kraft seiner Stimme. Er spricht mit jeder Faser seines Körpers, selbst wenn man des Dothraki nicht mächtig ist, wird man spontan motiviert und beginnt nebenher, seine Wohnung enthusiastisch aufzuräumen weil man so darauf erpicht ist, irgendetwas zu tun!

Forth, and fear no darkness! Arise! Arise, Riders of Theoden! Spears shall be shaken, shields shall be splintered! A sword day… a red day… ere the sun rises! Ride now!… Ride now!… Ride! Ride to ruin and the world’s ending! Death! Death! Death!“

Meine absolute Lieblingsrede, im Kino hatte ich Tränen in den Augen. Viele nennen die Rede Aragorns im gleichen Teil, wenn es um die beste epische Rede im Herrn der Ringe geht, doch, nein, die König Theodens empfinde ich als wesentlich berührender. Zunächst war er es, der lethargisch vor sich hinvegetiert hat – umso schöner, wenn er sich nun als treibende Kraft vorstellt. Dann geht es um die Schlacht. (zugegeben, die Schlacht um Helms Klamm war insgesamt die tiefer gehende) Und die Protagonisten gehen davon aus, dass es ihre letzte Schlacht sein wird, die sie im Leben führen werden. Zu aussichtlos, zu groß die Übermacht und dennoch will man sie mit Leidenschaft und Herzblut führen.  Außerdem kann ich auch diese paar Sätze punktgenau mitreden. Hach. Ein Herz für Theoden und seine Pferdejungs. ♥

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3 Kommentare bei “Top 5 epische Reden

  1. Eine Liste mit anspornenden Reden ohne William Wallace in Braveheart und Theoden in HdR 3? Nun, hiermit reiche ich sie nach.

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